FM Küchen zielen auf Märkte im Osten

23. Dezember 2004, 19:42
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Ewe-Tochter wächst mit Seniorenlinie

Wien/Freistadt - Mit dem neuen Eigentümer, dem schwedischen Küchenkonzern Nobia, im Rücken, will der oberösterreichische Küchenhersteller FM Küchen verstärkt in den Osten gehen. "Wir haben bereits sehr gute Erfahrungen in Prag und Warschau", sagt Herbert Traxler, Geschäftsführer der FM Küchen.

Außerdem möchte er dem "enormen Preisverfall in der Branche" dadurch begegnen, dass er sich auf Küchen für ältere Kunden spezialisiert, die etwa höhenverstellbare Arbeitsflächen oder hochgestellte Geschirrspüler haben.

Künftiges Wachstum soll bei FM Küchen, die rund 7000 Stück im Jahr über den Fachhandel verkaufen, vor allem über diese "Senioren"-Schiene erzielt werden. Ziel ist, eine dreistellige Anzahl von Küchen, die FM forever getauft wurden, zu verkaufen.

Ewe-Tochter

FM ist die kleinere Tochter von Ewe-Küchen und hält am österreichischen Küchenmarkt Platz vier. Ewe ist zweitgrößter Hersteller. Trotz der 100-prozentigen Übernahme durch die Schweden im November sollen die beiden Unternehmen nicht zusammengeführt werden, erklärt Traxler. Auch sollen die beiden Werke in Wels (Ewe) und Freistadt (FM) erhalten bleiben.

Gemeinsam erwirtschaften Ewe und FM 63 Millionen Euro und beschäftigen 470 Mitarbeiter. Der Exportanteil beläuft sich auf 20 bis 25 Prozent und geht vornehmlich in die EU-Kernländer sowie in die Schweiz.

Nobia ist Europas größter Küchenhersteller, mit zwölf regionalen Produzenten im Konzern. So steht Nobia etwa hinter Poggenpohl, einer deutschen Küchenmarke, ebenso wie hinter der britischen Magnet. Die in Stockholm an der Börse notierte Nobia beschäftigt 6200 Menschen und setzt 1,2 Mrd. € um. (ruz, DER STANDARD Printausgabe, 14.12.2004)

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