Essbarer Plattenbau mit Zuckerguss

14. Dezember 2004, 20:15
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Lebkuchenhäuser müssen nicht immer aussehen wie klassische Lebkuchenhäuser und können trotzdem schön und funktional sein

Mit dem Schwund von Baumaterial müssen sich Architekten auch im echten Leben herumschlagen. Doch wenn Schwund schon beim Modellbau beginnt, sind Maßnahmen zu überlegen. Aber daran, statt Lebkuchenmasse andere "Bau-"Stoffe zu verarbeiten, durften die zwölf Architekten, die an Jana Symalzeks (Büro BEHF, Letzteres zeichnet u.a. für das Restaurant "Fabios" verantwortlich) Wettbewerb "Hausbacken" teilnahmen, nicht einmal denken: Schließlich ist das Material bei der Aufgabe "Lebkuchenhaus, gebacken und verziert" Wettbewerbsbestandteil. Nur als Spaß wollten die Architekten den Bewerb nicht verstanden wissen: Lebkuchenhäuser, erklärten die Architekten Misa Shibukawa und Raphael Eder (die Sieger des Publikumspreises) anhand ihres Gingerbread-Modul-Plattenbaus, müssten nicht immer aussehen wie klassische Lebkuchenhäuser "und können trotzdem schön und funktional sein. Wenn man das spielerisch umsetzt, verstehen das Kinder wie Erwachsene - und das hebt das Verständnis für moderne Architektur." Als Preis gab es übrigens Backschürzen. Für alle Teilnehmer. (Der Standard, Printausgabe, 14.12.2004)

  • Shibukawa, Symalzek und Eder vor eigenem Backwerk
    foto: rottenberg

    Shibukawa, Symalzek und Eder vor eigenem Backwerk

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