"Blacky", Retter der "weißen Mäuse"

14. Dezember 2004, 19:49
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Bikerbeamte behalten Markenzeichen, Motorräder werden grau

Wien - Die Zusammenlegung von Polizei und Gendarmerie wird sich äußerlich bald in einem einheitlichen Erscheinungsbild aller Beamten bemerkbar machen. Einzige Ausnahme im künftig flächendeckenden Uniformblau bleiben die "weißen Mäuse". Motorradpolizisten müssen nicht auf ihr Markenzeichen - schwarze Lederkluft und weißer Helm - verzichten.

Zu verdanken haben sie das ausgerechnet jemandem, der Schwarz heißt. Robert "Blacky" Schwarz ist Leiter und Ausbildner der Wiener Bikerbeamten. Der 57-jährige Chefinspektor konnte die Reformer im Innenministerium davon überzeugen, dass das neue Design den weißen Mäusen den Garaus machen würde und ein Aushängeschild der Exekutive verloren ginge.

Motorräder werden aber wie alle Polizeifahrzeuge künftig in Silbergrau und Blau gehalten. Was Obermäuserich Schwarz zwar bedauert, aber akzeptieren muss. Bei der Wiener Verkehrsabteilung sind rund 160 weiße Mäuse im Dienst, drei davon sind Frauen. Zu ihren Aufgaben zählen Verkehrskontrollen, Einsätze für die Kripo und Eskortierung von Staatsbesuchen.

Die tierische Bezeichnung für die Motorradbeamten stammt aus der Nachkriegszeit. Die ersten motorisierten Polizisten der Zweiten Republik, die ihre Maschinen oft aus alten Havarien zusammenbauten, hatten noch keine Uniformen. Als einziges gemeinsames Erkennungszeichen trugen sie weiße Kappen. Im Volksmund hießen sie bald weiße Mäuse. (simo, Der Standard, 14.12.2004)

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