Kolportiert: Strasser zu Motorola?

20. Dezember 2004, 15:50
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Spekulationen laufen auf Hochtouren

Wien – Die Spekulationen über die berufliche Zukunft des ehemaligen Innenministers Ernst Strasser laufen auf Hochtouren. Er dementierte lediglich einen Wechsel zum Autozulieferer Magna und zur EVN. Hartnäckig hielt sich am Montag das Gerücht, Strasser werde zum Funknetzausrüster und Handyhersteller Motorola wechseln. Motorola befasst sich mit der elektronischen Softwareentwicklung eines europäischen Sicherheitsfunks. Die Nato hat bereits eigene Sicherheitsfunkfrequenzen, jetzt geht es da^rum, die Landesverteidigung der neuen EU-Mitglieder europaweit zu integrieren.

Pikant wäre der Wechsel Strassers zu Motorola schon: Nach Streitereien wurde dem Betreiberkonsortium master-talk der Auftrag zum Aufbau eines österreichweiten Funknetzes für Blaulichtorganisationen Ende Juni 2003 entzogen. Das Innenministerium gab daraufhin Alcatel und Motorola den Zuschlag für das 310 Mio. Euro teure Prestigeobjekt. Master-talk, das Siemens Österreich, den Wiener Stadtwerken, der RZB und dem Verbund gehört, klagte die Republik. Zwischen Strasser und Siemens herrscht seither Eiszeit.

Strasser will sich im ersten Quartal 2005 entscheiden, welches der zwei ihm angeblich vorliegenden Angebote er annimmt. Montag bezog er ein Büro im Niederösterreichischen Hilfswerk in St. Pölten, dessen Präsident er ist. (cr/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 14.12.2004)

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