Schröder besteht auf Vollbeitritt der Türkei

15. Dezember 2004, 13:49
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Deutscher Kanzler nach Gespräch mit Balkenende: "Das Ziel wird nicht relativiert"

Berlin/Wien - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat bekräftigt, dass Verhandlungen der EU mit der Türkei nur mit dem Ziel eines Beitritts geführt werden könnten. "Das Ziel ist Beitritt und das Ziel wird nicht relativiert", sagte der Kanzler am Montag nach einem Treffen mit dem niederländischen Ministerpräsidenten Jan Peter Balkenende in Berlin. Er sei sich mit Balkenende einig, dass es um Verhandlungen mit dem Ziel des Beitritts gehen müsse, sagte Schröder. Der Kanzler bekräftigte, dass der Verhandlungsprozess voraussichtlich zehn bis 15 Jahre dauern werde.

Balkenende sagte, es gehe um eine "dauerhafte Entscheidung", die von allen EU-Mitgliedern getragen und von der Türkei akzeptiert werden könne. Die Vorbereitungen des EU-Beschlusses befänden sich in der "Endphase". Entscheidung über die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen mit der Türkei soll bei dem EU-Spitzentreffen in Brüssel Donnerstag/Freitag fallen. (APA/AP)

  • Schröder hält am Vollbeitritt der Türkei fest: "Das Ziel wird nicht relativiert"
    foto: epa/tim brakemeier

    Schröder hält am Vollbeitritt der Türkei fest: "Das Ziel wird nicht relativiert"

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