Vulkanausbruch auf indonesischer Insel Sulawesi

16. Dezember 2004, 20:48
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1.000 Meter hohe Rauchsäule

Jakarta - Der Vulkan Soputan auf der indonesischen Insel Sulawesi ist innerhalb von nur zwei Monaten zum zweiten Mal ausgebrochen. Über dem Berg stehe eine 1.000 Meter hohe Rauchsäule, aus dem Krater fließe Lava die Abhänge hinunter, sagte Vulkanologe Jimmy Runtuwene am Montag. Asche sei bis in zehn Kilometer Entfernung von dem 1.800 Meter hohen Vulkan niedergegangen. Bisher hätten die Behörden aber keine Evakuierungen angeordnet.

Während des Wochenendes habe sich die Aktivität des Soputan deutlich gesteigert, dann sei er schließlich ausgebrochen, sagte Runtuwene. Die Menschen am Fuße des Berges seien aufgefordert worden, sich auf mögliche Evakuierungen einzustellen, sollte es eine noch kräftigere Eruption als bisher geben. Ob es dazu komme, sei aber völlig ungewiss, sagte der Vulkanologe.

Der Berg in der Provinz Nord-Sulawesi war zuletzt am 19. Oktober ausgebrochen. Dabei war niemand zu Schaden gekommen. Indonesien liegt in einer seismologisch äußert aktiven Zone, dem so genannten Ring aus Feuer, der sich rund um den Pazifik zieht. In dem riesigen Inselstaat gibt es rund 500 Vulkane, von denen fast 130 als aktiv gelten. (APA/dpa)

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