Wien-Mitte: ÖVP kritisiert geplante Einkaufsflächen

15. Dezember 2004, 10:15
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Flächenwidmung am Freitag im Gemeinderat

Wien - Für die Bahnhofsüberbauung in Wien-Mitte wird es nun langsam ernst: Am kommenden Freitag stimmt der Wiener Gemeinderat über den Flächenwidmungsplan für das Projekt ab, durch den ein 70-Meter-Hochhaus samt 35 Meter hohem baulichen Rahmen ermöglicht werden soll. Kritik kam dazu am Montag von der ÖVP. Sie forderte eine Begrenzung der vorgesehenen Einkaufsflächen auf 19.000 Quadratmeter. Ansonsten drohe das Projekt zum "Geschäftskiller" für die Umgebung zu werden.

Die Volkspartei befürchtet, dass es bis zu 30.000 Quadratmeter werden könnten. Man werde den Flächenwidmungsplan daher im Gemeinderat ablehnen, so Klubobmann Matthias Tschirf und der Landstraßer Bezirksvorsteher-Stellvertreter der ÖVP, Georg Schüller, in einer Pressekonferenz.

Ungemach für die Landstraße

Ungemach für die Landstraße droht laut ÖVP auch von einem weiteren Einkaufszentrum, nämlich jenem am Zentralbahnhof. Es sollten dort höchstens 25.000 Quadratmeter und nicht 40.000 werden, andernfalls drohe Schaden für den Handel in der Fasangasse.

Das Ursprungsprojekt der Bahnhofsüberbauung Wien-Mitte war an der Kritik der UNESCO gescheitert. Der höchste Turm hätte dabei 97 Meter hoch werden sollen. Der Baubeginn für das neue Projekt könnte - so hat es zuletzt geheißen - bereits Ende kommenden Jahres erfolgen. (APA)

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