80-jähriger Taucher überlebt 18 Stunden im Meer

14. Dezember 2004, 10:12
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Boot hatte sich von Boje losgerissen

Miami - Ein 80-jähriger Amerikaner hat vor der Küste von Florida 18 Stunden im Atlantik überlebt. Ignacio Siberio fuhr am Samstag mit seinem Boot hinaus, um zu tauchen. Doch das Boot riss sich los, als er im Wasser war. Siberio versuchte zunächst hinterherzuschwimmen, erkannte aber schließlich die Aussichtslosigkeit seines Vorhabens und hielt sich an einer Boje fest, wie er am Sonntag erzählte. Seine jahrzehntelange Erfahrung als Taucher habe ihm das Leben gerettet.

"Man muss sich außergewöhnlich konzentrieren, so dass man nicht zu dem Punkt kommt, an dem einen die Kälte, die Gefahr und die Hilflosigkeit aufgeben lassen", sagte Siberio. "Wenn man aufgibt, ist es vorbei." Nach Tagesanbruch ließ der 80-Jährige die Boje los und begann, in Richtung Land zu schwimmen. Zwischenzeitlich suchten nicht nur die Küstenwache, sondern auch sein Großneffe Carlos Lopez mit einem Freund nach dem Vermissten. Um 10.30 Uhr entdeckten ihn die beiden schließlich - Siberio war zu diesem Zeitpunkt noch etwa sechseinhalb Kilometer von der Küste entfernt.

Er habe überlebt, indem er nicht zu viel über seine verzweifelte Situation nachgedacht habe, sagte Siberio. "Du darfst nicht eine Sekunde daran denken, was mit dir passiert, denn das würde dich überwältigen."(APA/AP)

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