Windows Longhorn: Weiterhin Schwierigkeiten mit WinFS

26. Dezember 2004, 13:27
17 Postings

Microsoft will Kernkomponente der nächsten Windows-Generation erst 2008 nachgeliefern

Eigentlich sollte die nächste Windows-Version mit dem Codenamen Longhorn im Laufe des Jahres 2004 veröffentlicht werden. Sicherheitslücken, zahlreiche Viren- und Wurmattacken sowie der Erfolg des freien Betriebssystems Linux zwangen Microsoft den Nachfolger von Windows XP zu verschieben. "Um Wettbewerbsfähig zu bleiben", wie Microsoft-Chef Steve Ballmer betonte.

Ziel 2006

Im August dieses Jahres setzte sich Microsoft 2006 als Veröffentlichungsziel. Um diesen Termin halten zu können, wird das neue Dateisystem "WinFS" später nachgeliefert. Das als eine der Kernkomponenten von Longhorn das Auffinden und Organisieren von Dateien wesentlich vereinfachen sollte, indem es Informationen über Dateien in einer Datenbank speichert.

Neues

Mit Windows Longhorn wird Microsoft eine neue Entwicklungsplattform namens "WinFX" einführen. Diese besteht aus einer neuen Präsentationsschicht namens "Avalon", einer Kommunikationsschicht mit dem Namen "Indigo", einer neuen, sicheren und einfachen Programmierschnittstelle (API) und dem neuen Dateisystem "WinFS".

2008?

Und genau dieses neue Dateisystem WinFS, auf das bereits viele Entwickler große Hoffnungen gesetzt haben, soll nun 2006, zum Launch des Windows Longhorn Clients, nicht zur Verfügung stehen. Microsoft will WinFS erst zu einem späteren Zeitpunkt nachreichen. Am Vergangen Freitag stellte nun Bob Muglia, seines Zeichens "Windows Server Chief" in einem Interview fest, dass sich WinFS auch nicht in der 2007 auf den Markt kommenden Longhorn-Server integriert werden wird. (red)

  • Artikelbild
Share if you care.