Sinnliches vom Christkind

23. Dezember 2004, 12:19
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Erotikgeschäft für Frauen ist über Weihnachtsgeschäft erfreut

Wien - Am dritten langen Einkaufssamstag des Jahres ist die Wiener Mariahilfer Straße gut besucht, der Handel mit dem Weihnachtsgeschäft zufrieden. In einer Seitengasse liegt das Erotikfachgeschäft für Frauen, das Séparée. Hier wird Lust auf sinnliche Geschenke gemacht.

Geschäftsführerin Ingrid Mack zieht im Gespräch mit dem STANDARD nach einjährigem Bestehen des Shops eine positive Bilanz: "Das erste Jahr war sehr gut und hat meine Erwartungen weit übertroffen." Für Umsatzzahlen ist es aber noch zu früh.

Das Sortiment umfasst Bücher, Dessous, Badezusätze, Liebesöle, prickelnde Gesellschaftsspiele für zwei, Vibratoren, Räucherstäbchen und erotische Videos. Der knapp 70 Quadratmeter große Shop ist hell und elegant eingerichtet. Keine schmuddelige Rotlichtatmosphäre. Zwei geschulte Mitarbeiterinnen beraten die KundInnen kompetent und freundlich.

"Unsere Klientel ist zu 70 Prozent weiblich, die restlichen 30 Prozent sind Paare oder Männer, die etwas für ihre Frauen suchen", sagt Mack. Das Weihnachtsgeschäft ist gut angelaufen. "Besonders Pärchen um die dreißig kaufen erotische Geschenke, die dann unter dem Weihnachtsbaum liegen", so Mack.

Seit elf Jahren betreibt sie auch das benachbarte Kondomfachgeschäft "Condomi". "Sexualität ist mein Steckenpferd", sagt die Besitzerin über sich selbst. Mit ihren Produkten will sie Sinnlichkeit und Fantasie anregen. Nicht nur junges Publikum kommt ins Séparée. "Wir haben Kundinnen, die weit über 60 Jahre alt sind und sich noch einmal etwas gönnen wollen", meint die Geschäftsfrau.

Kein Sexshop

50 Prozent des Umsatzes macht der Erotikshop mit Dessous. Gut verkaufen sich in der Vorweihnachtszeit auch Liebesöle oder Badezusätze. "Wir sind auf die weibliche Erotik spezialisiert und kein Sexshop", betont Mack. Bei Erotikmessen in Europa und Amerika informiert sie sich über neueste Markttrends.

Geöffnet werden die Packerln aus ihrem Geschäft am Weihnachtsabend, glaubt die Betreiberin, wohl erst dann, "wenn die Kinder im Bett sind". (Barbara Forstner, DER STANDARD, Print, 13.12.2004)

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