Sony Deutschland senkt Verluste

20. Dezember 2004, 10:34
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Konzernrestrukturierung zeigt Wirkung - 100 Angestellte mussten gehen

Der Sanierungskurs der vergangenen Monate hat bei Sony Deutschland im operativen Geschäft erste Erfolge gezeigt. Im November sei das Unternehmen das erste Mal profitabel gewesen, der Dezember sehe bislang auch gut aus, sagte Geschäftsführer Wolfdieter Griess der Financial Times Deutschland (FTD). Im laufenden Geschäftsjahr (März 2005) sollen die operativen Verluste laut Griess nahe an die Null gebracht, zumindest aber einstellig sein. Insgesamt werde das Unternehmen aufgrund der hohen Sanierungskosten das Geschäftsjahr aber mit einem deutlichen Minus abschließen, berichtet die FTD am Montag.

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Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Sony Deutschland bei einem Umsatz von einer Milliarde Euro einen Verlust von 50 Millionen Euro, davon 35 Millionen Euro aus dem operativen Geschäft. Die Stagnation des Unterhaltungselektronik-Marktes und der anhaltende Preisverfall macht den Unternehmen der Branche laut Griess weiterhin zu schaffen. Für das kommende Jahr erwartet Griess laut FTD kaum eine Verbesserung. "Ich gehe von einem leicht wachsenden Markt aus", so Griess. Er rechne mit einem Plus zwischen einem und 1,5 Prozent. Einen Preiskampf könne sich der Konzern aber nicht leisten.

Rauswurf

In Deutschland wurden bei Sony laut FTD insgesamt 200 Stellen ausgelagert und 100 gestrichen. Außerdem wurde der Vertrieb umgebaut und das Produktangebot gekürzt. Derzeit sind noch 860 Mitarbeiter bei Sony Deutschland beschäftigt, schreibt die FTD. Auch der Gesamtkonzern durchlaufe derzeit eine Restrukturierung. Durch die Kürzung Tausender Stellen und die Schließung zahlreicher Werke soll Sony bis 2006 wieder auf die Erfolgsspur gebracht werden. (pte)

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