Veldhuis und Rupprath die Top-Stars

20. Dezember 2004, 13:20
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Drei beziehungsweise vier Goldenene für die erfolgreichsten Athleten - Slowakin Moravcova holte sich 18. EM-Titel

Wien - Atypisch für Kurzbahn-Europameisterschaften ist der Schlusstag der EM in Wien ohne Welt- oder Europarekorde über die Bühne gegangen. Dennoch schwammen sich in einer vollen Wiener Stadthalle einige europäische Topstars noch einmal ins Rampenlicht. So holte sich die Niederländerin Marleen Veldhuis (24,34) in überzeugender Manier vor der Schwedin Anna-Karin Kammerling (24,57) den Kraul-Sprint und krönte sich mit ihrer dritten Goldmedaille zur erfolgreichsten weiblichen Athletin.

Italien in der Lagenstaffel disqualifiziert

Ihr männliches Pendant, Thomas Rupprath (GER), besiegte im "Gigantenduell" der EM über 100 m Rücken den österreichischen Lokalmatador Markus Rogan und sicherte sich damit seine vierte Goldmedaille. "Bei den 100 Meter Rücken habe ich meine Beine nicht mehr gespürt, aber dann ging es komischerweise wieder", sagte Rupprath, nachdem er mit der deutschen Kraul-Staffel danach auch noch sein erstes Silber gewonnen hatte. Der Sieg im letzten Bewerb der Wiener Titelkämpfe ging in 1:26,24 Minuten an Frankreich. 100-m-Europameister Frederick Bousquet und seine Equipe profitierten aber von einer Disqualifikation der Italiener, die in 1:26,15 als Schnellste angeschlagen hatten. Grund dafür war ein Fehler beim dritten Wechsel.

In einem spannenden Duell über 50 m Delfin setzte sich der 34-jährige Brite Mark Foster (23,35) knapp gegen den Finnen Jere Hard (23,38) durch und krönte sich zum Sprint-König von Wien. Der sechsfache Kurzbahn-Weltmeister hatte am Eröffnungstag schon die 50 m Kraul für sich entschieden. Ihre zweite Goldmedaille sicherte sich auch die Slowakin Martina Moravcova. Die siebenfache Weltmeisterin distanzierte über 100 m Delfin in 56,89 die gesamte Konkurrenz um über 1,5 Sekunden und erschwamm ihren insgesamt 18. europäischen Titel.

Komplette Medaillen-Sets

Ihre dritten Medaillen holten sich am Sonntag die deutsche Lagen-Schwimmerin Teresa Rohmann und der Italiener Massimiliano Rosolino. Während sich Rosolino (1:44,95) über 200 m Kraul nur seinem Landsmann Filippo Magnini geschlagen geben musste, gewann auch Rohmann (4:34,38) über 400 Meter hinter der Ungarin Eva Risztov (4:32,36) Silber. "Gold, Silber, Bronze und drei persönliche Bestzeiten. Wien hat sich für mich wirklich ausgezahlt", freute sich die 17-jährige Deutsche. Auch Rosolino hatte über die drei langen Kraul-Distanzen das Medaillen-Set komplett.

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