ÖBB erweitert den Fahrplan gegen Osten

19. Dezember 2004, 20:58
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Wenig Fortkommen an Bundesländergrenzen - seit Sonntag gilt der neue ÖBB-Fahrplan

Wien - Wer mit der Bahn ins nahe Ausland reist, kommt seit Sonntag meist rascher voran. Auf Strecken nach und aus der Slowakei, Ungarn, Tschechien und Italien verkehren seit Inkrafttreten des neuen ÖBB-Fahrplans mehr und weiterführende Züge - etwa aus Wien ins tschechische Budweis mit Direktanschluss in Bratislava oder aus Wien direkt ins ungarische Pecs. Verbindungen gen Osten stellten für die Bahn überhaupt "die Zukunft" dar, betont Gary Pippan, ÖBB-Sprecher für Wien und das Burgenland.

"Kirchturmdenken

Unglücklicher seien indes jene, die mit der Bahn nur das Bundesland wechseln wollen, merkt Gerald Pärtan von der österreichischen Vertretung von Öffi-Benutzern, Fahrgast, an. Im Ennstal zwischen der Steiermark und Salzburg oder auf der Tauernbahnstrecke zwischen Salzburg und Kärnten etwa sei kein wahres Fortkommen mehr. "Die ÖBB führen Nahverkehr nur weiter, wenn ihn die Länder führend mitfinanzieren". Wo diese das unterließen, würden Züge gestrichen, kritisiert Pärtan das "Kirchturmdenken einzelner Bundesländer".

Auch vier Nebenbahnen in Niederösterreich brachte der neue Fahrplan das Aus. Zwischen Hainfeld und Neuhaus hätten zuletzt "nur noch rund 18 Fahrgäste pro Tag" die sechs Züge pro Richtung frequentiert, begründet dies Pippan. In der Steiermark wurde der Zugverkehr zwischen Bad Aussee und Irdning stark eingeschränkt. (bri; DER STANDARD, Print-Ausgabe, 13.12.2004)

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    Seit Sonntag gilt der neue ÖBB-Fahrplan

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