Illegal beschäftigte Putzfrauen als Stolpersteine für US-Politiker

13. Dezember 2004, 19:13
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Auch Minister-Anwärter Clintons fielen durch

Washington - Die illegale Beschäftigung von Putzfrauen oder Kindermädchen hat sich für amerikanische Politiker immer wieder als Stolperstein für die weitere Karriere erwiesen. 2001 musste US-Präsident George W. Bush bei der Bildung seines ersten Kabinetts auf seine ursprüngliche Kandidatin für die Leitung des Arbeitsministeriums, Linda Chavez, verzichten. Sie hatte ein Jahr lang eine illegale Einwanderin in ihrem Haushalt beschäftigt. Chavez sagte zunächst, sie habe der Immigrantin aus Guatemala nur helfen wollen, zog dann aber ihre Kandidatur zurück.

Bei Bush-Vorgänger Bill Clinton fielen gleich mehrere Minister-Anwärter durch, weil sie keine Sozialabgaben für Haushaltshilfen gezahlt hatten. Clintons Kandidatin für das Amt der Justizministerin, Zoe Baird, wurde deswegen 1993 aus dem Rennen geworfen. Zoe Baird hatte vor allem deshalb eine Protestlawine ausgelöst, weil sie trotz eines Jahreseinkommens von mehr als 500.000 Dollar (mehr als 409.000 Euro) eine nicht gemeldete Peruanerin als Kindermädchen anstellte und keine Steuern zahlte.

Auch die Nachfolgekandidatin Kimba Wood kam nicht zum Zug, weil sie illegal eine Haushaltshilfe beschäftigt hatte. Clintons Handelsminister, der Millionär Ron Brown, musste später ebenfalls einen entsprechenden Verstoß einräumen. (APA/dpa)

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