Erdogan verteidigt Religionsfreiheit in der Türkei

13. Dezember 2004, 18:42
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Europa soll sich nicht als "Christen-Club" begreifen

Hamburg - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan hat Vorwürfe zurückgewiesen, Christen könnten in seinem Land ihren Glauben nicht frei leben. "Selbstverständlich können Menschen, die nicht dem Islam angehören, in der Türkei ihre Religion frei ausüben", sagte Erdogan laut Kathpress der "Bild am Sonntag".

Rechtlicher Status der Religionsgemeinschaften verbessert

Die türkische Regierung habe den rechtlichen Status aller religiösen Gemeinden, auch der christlichen, in den vergangenen Jahren verbessert. "Auf diesem Weg gehen wir weiter", so Erdogan.

Der türkische Regierungschef bekräftigte seine bereits früher geäußerte Ansicht, der Beitritt Ankaras sei nur dann ein Problem, "wenn sich Europa als Christen-Club begreift". Die Türkei sei eine "Brücke zwischen Europa und Asien". In dieser Schlüsselposition könne sie zur Verständigung der Kulturen beitragen. (APA)

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