Lopatka sieht wegen Nachfolge "keinen Handlungsbedarf"

13. Dezember 2004, 18:44
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FP-Generalsekretär Scheuch: Ressort-Übernahme lediglich angeboten

Wien - Mit einer baldigen Entscheidung über die endgültige Nachfolge von Innenminister Ernst Strasser (V) ist offenbar nicht zu rechnen. ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka verwies diesbezüglich am Sonntag auf die von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (V) angekündigte Lösung bis Mitte Jänner. Es bestehe "kein Handlungsbedarf", so Lopatka gegenüber der APA. Begehrlichkeiten der FPÖ, selbst das Innenministerium zu übernehmen, weist Lopatka zurück und pocht auf die im Regierungsprogramm vorgesehene Ressorteinteilung.

FP-Generalsekretär Uwe Scheuch sieht den Wunsch seiner Partei, das Innenministerium zu übernehmen, aber ohnehin nicht als Forderung an den Koalitionspartner: "Fordern können wir es nicht", betont Scheuch gegenüber der APA. Vielmehr sei die FPÖ bereit, das Ressort zu übernehmen, wenn die ÖVP das wolle. Dass nun erstmals die ÖVP, und nicht die FPÖ, in Personalproblemen stecke, quittiert Scheuch zufrieden: "Es ist gut zu sehen, dass auch die anderen Parteien mit Wasser kochen."

Strassers Rücktritt habe die ÖVP "unvorbereitet und mit voller Breitseite" erwischt. Ob die ÖVP nun nach einem neuen Innen- oder nach einem neuen Verteidigungsminister sucht, wisse er nicht, betont Scheuch. Möglicherweise wolle die Volkspartei ihren Verteidigungsminister aber auch mit einem Wechsel ins Innenressort "aus der Schusslinie bringen", meint Scheuch mit Blick auf die Misshandlungs-Affäre im Bundesheer. (APA)

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