Janne Ahonen siegt wieder

19. Dezember 2004, 15:33
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Weltcupleader gewinnt in Harrachov vor Ljökelsöy und Janda - Höllwarth Vierter, Widhölzl und Morgenstern unter Top Acht

Harrachov - Janne Ahonen hat am Sonntag in Harrachov seine Vorherrschaft im Skispringer-Weltcup eindrucksvoll untermauert: Im sechsten Saisonbewerb hat der Finne nach Platz zwei am Samstag den fünften Sieg gefeiert. Mit 140 und 141 m und 288,8 Punkten verwies er den Norweger Roar Ljökelsöy um 1,5 Zähler auf Platz zwei. Der nach dem ersten Durchgang führende Jakub Janda fiel auf Platz drei zurück. Martin Höllwarth fehlten als Viertem 14,8 Punkte auf Platz drei. Mit Andreas Widhölzl (6.) und Thomas Morgenstern (7.) kamen zwei weitere ÖSV-Springer in die Top Ten.

"Vom Ergebnis her hätten wir uns hier mehr erwartet. Nach dem ersten Trainingstag waren wir erstmals in der Position, dass jeder darauf gewartet hat, dass ein Österreicher die Serie Ahonens beendet", rekapituliert ÖSV-Cheftrainer Alex Pointner. Doch nach dem schwachen Samstag (bester Österreicher Wolfgang Loitzl als Achter) ging es im rot-weiß-roten Team wieder aufwärts: "Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie sie das Ruder wieder herumgerissen hat."

580 Zähler hat Janne Ahonen nach sechs Bewerben schon auf dem Konto. Schon nach den ersten drei Wochenenden hat der Finne 112.000 Schweizer Franken (72.969 Euro) an Preisgeld gewonnen. Zwar musste er sich am Samstag erstmals geschlagen geben und wurde Zweiter. Doch schon 24 Stunden später ist der in dieser Form schon jetzt als Favorit für die Vierschanzen-Tournee zu handelnde Finne auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Samstag-Sieger Adam Malysz war am Sonntag nur Elfter.

Für den Gesamt-Weltcupzweiten des Vorjahrs, Roar Ljökelsöy, war es der erste Podestplatz in dieser Saison, ebenso auch für die erst langsam auf Touren kommenden Norweger. Jakub Janda, der nach äußerst konstanten Leistungen mit 272 Zählern hinter Ahonen auf dem zweiten Gesamtrang liegt, muss auf seinen ersten Weltcupsieg noch warten. Dem nach dem ersten Durchgang führenden Tschechen blieb sein erster Siegerscheck vor eigenem Publikum verwehrt.

"Die ersten Drei sind heute wirklich gut gesprungen und waren fehlerlos. Man darf sich nicht den kleinsten Fehler leisten", sagte Pointner. Und bei seinem Team sei schon der eine oder andere Fehler passiert. Der Springerzirkus übersiedelt nun auf der letzten Station vor Weihnachten und damit auch vor Beginn der Vierschanzentournee in Oberstdorf (29.12.) in die Schweiz, wo am kommenden Wochenende in Engelberg zwei Springen angesetzt sind.

Davor möchte Pointner sein Team ergänzt auch durch Florian Liegl sowie die besten Kontinentalcup-Springer am Mittwoch auf einer Schanze (Ramsau oder Seefeld) zusammenziehen, um das Leistungsniveau besser vergleichen zu können. Das Team für die Vierschanzen-Tournee wird er nach Engelberg nur teilweise nennen, mit Martin Höllwarth, Andreas Widhölzl und Thomas Morgenstern sind die drei bisherigen Stockerlplatz-Lieferanten quasi aber schon Fixstarter. (APA)

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