Neue Misshandlungsvorwürfe von Guantanamo-Häftling

13. Dezember 2004, 19:13
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"Guardian": Brite war so lange gefesselt, bis er sich in die Hose machte - US-Behörden erklären Beschwerden für gegenstandslos

London - Ein weiterer Guantanamo-Häftling hat Misshandlungsvorwürfe gegen die US-Streitkräfte erhoben. Der Brite Martin Mubanga sei extrem hohen Temperaturen ausgesetzt und so lange gefesselt worden, bis er sich in die Hose machen musste, berichtete die Zeitung "The Guardian" in ihrer Samstagsausgabe. Das Blatt zitierte Passagen aus einem Brief, den ein Beamter des britischen Außenministeriums nach einem Besuch im Gefangenenlager Guantanamo im Juni an Mubangas Familie geschrieben hatte.

US-Behörden erklären Beschwerden für gegenstandslos

Das Außenministerium wollte sich zur Authentizität des Schreibens nicht äußern, erklärte aber, die Misshandlungsvorwürfe seien den US-Behörden vorgelegt worden. Diese hätten Mubangas Beschwerden aber für gegenstandslos erklärt. Der 31-jährige Mubanga ist einer von vier Briten, die im Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba als Terrorverdächtige festgehalten werden. Fünf weitere Briten waren im März freigelassen worden. (APA/AP)

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    Die Misshandlungsvorwürfe gegenüber den Betreibern und Wärtern des Gefangenenlagers Guantanamo häufen sich.

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