Kolumbien: Weitere 1500 Paramilitärs geben Waffen ab

16. Dezember 2004, 10:05
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Berüchtigter Chef der rechtsextremen AUC bittet um Vergebung

Bogota - Weitere fast 1500 der berüchtigten kolumbianischen Paramilitärs haben am Freitag bei einer Zeremonie im Nordosten des Landes ihre Waffen niedergelegt. Dazu gehörte auch der oberste militärische Anführer der rechtsextremen "Vereinigten Selbstverteidigungskräfte Kolumbiens" (AUC), Salvatore Mancuso. Damit stieg die Zahl der entwaffneten Paramilitärs auf etwa 3000 Mann.

Der 40-jährige Mancuso bat Kolumbien, die Staaten der Welt, vor allem die USA, die seine Auslieferung wegen Drogenschmuggels fordern, und seine Familie unter Tränen um Vergebung. Auch der politische Chef der AUC, Ivan Duque, schwor dem bewaffneten Kampf ab. Die Regierung rief unterdessen die beiden linken Rebellengruppen FARC und ELN auf, sich ebenfalls zu Friedensgesprächen bereit zu erklären. (APA/dpa)

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    Paramilitär-Chef Salvatore Mancuso bei der Abgabe seiner Pistole.

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