Sprengstoff-Panne bringt Frankreichs Regierung in Erklärungsnot

11. Dezember 2004, 17:20
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Plastiksprengstoff bei Sicherheitsübung auf dem Flughafen Charles de Gaulle verschwunden

Paris - Eine schwere Polizei-Panne bei einer Sicherheitsübung auf einen Pariser Flughafen bringt die französische Regierung zunehmend in Erklärungsnot. Innenminister Dominique de Villepin musste am Freitag im Gespräch mit dem Sender RMC einräumen, dass ein bei der Übung eingesetzter Koffer mit Plastik-Sprengstoff auch nach einer Woche unauffindbar sei. Bei der Übung hatte die Polizei am Pariser Flughafen Charles de Gaulle im Gepäck eines ahnungslosen Passagiers 150 Gramm Plastiksprengstoff versteckt, den Spürhunde ausfindig machen sollten.

Weil die Hundeführer den präparierten Koffer jedoch auf dem Gepäckband aus dem Auge verloren, scheiterte die Aktion und der Koffer ist seither verschwunden. Die beiden Hundeführer wurden wegen Missachtung ihrer Dienstpflichten vom Dienst suspendiert.

Die Polizei hat bisher bei mehr als 100 Fluggesellschaften Nachforschungen nach dem Koffer angestellt, die jedoch erfolglos blieben. Nach Angaben der Behörden ist der Sprengstoff nicht mit einem Zünder versehen. Der Stoff reiche jedoch von seiner Sprengkraft her aus, um die Fassade eines Geschäfts zu zerstören oder ein Auto schwer zu beschädigen. (APA/Reuters)

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