Rom: Bombe vor Sitz von Justizwache-Beamten-Gewerkschaft entschärft

11. Dezember 2004, 20:34
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Sprengkörper hätte schwere Verletzungen verursachen können

Rom - Die italienische Polizei hat am Freitag eine Paketbombe mit 40 Gramm Sprengstoff entschärft, das an den Sitz einer Gewerkschaft der Justizwachebeamten in Rom geschickt wurde. "Das Paket enthielt eine Videokassette mit einigen Drähten. Der Sprengstoff ist aus reinem Zufall bei der Eröffnung des Umschlags nicht explodiert", berichtete ein Polizeisprecher.

In den vergangenen Monaten waren eine Reihe von Briefbomben an Polizeiwachen in Italien sowie an italienische und EU-Politiker geschickt worden. In Italien wird gegen anarchistische Untergrundorganisationen ermittelt, seitdem Briefbomben an den damaligen EU-Kommissionspräsidenten Romano Prodi, an den Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude Trichet, an den Sitz von der EU-Justizbehörde Eurojust in Den Haag und an andere EU-Abgeordnete gesandt wurden. Verletzt wurde dabei niemand.

Von Bologna aus wurden alle präparierten Postsendungen an EU-Vertreter und EU-Behörden kurz vor und nach Weihnachten abgeschickt. Im November 2003 wurde zudem ein römischer Polizist beim Öffnen einer Brandsatz-Sendung im Gesicht verbrannt. Innenminister Giuseppe Pisanu warnte daraufhin vor einem Wiedererstarken des Terrorismus in Italien. (APA)

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