Freitag: Silber und Bronze für Österreich

20. Dezember 2004, 13:20
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Mirna Jukic Zweite über 200 Meter Brust, Gold ging an die Deutsche Poleska - Fabienne Nadarajah wurde über 50 Meter Delfin Dritte

Wien - Mirna Jukic und Fabienne Nadarajah haben am Freitag bei den Schwimm-Kurzbahn-Europameisterschaften mit Silber und Bronze für Österreichs Medaillen drei und vier gesorgt. Titelverteidigerin Jukic kam über 200 m Brust in 2:22,79 hinter der Deutschen Anne Poleska (2:21,79) an, Nadarajah musste sich über 50 m Delfin mit dem österreichischen Rekord von 26,27 nur Anna-Karin Kämmerling (SWE) und Martina Moravcova (SVK) geschlagen geben. Damit sind diese Titelkämpfe für den österreichischen Schwimmverband schon jetzt die erfolgreichsten in der Kurzbahn-Geschichte.

Jukics Polster war zu dünn

Jukic nahm den Verlust ihres Titels gefasst hin: "Zu 80 Prozent habe ich Freude über Silber, 20 Prozent sind Enttäuschung." Die Entscheidung gegen die Wienerin fiel wie bei Olympia in Athen und der Kurzbahn-WM in Indianapolis im Finish, der früheren Stärke von Jukic. "Die letzten 50 Meter haben wehgetan. Ich hab' das irgendwie befürchtet, als ich nicht weit genug vor Anne war." Die 24-jährige Deutsche hatte auf der ersten Hälfte den Kontakt zu Jukic gehalten und war ihr dann noch um eine Sekunde davongezogen.

Für Poleska war es der zweite Titel über diese Distanz nach Antwerpen 2001, danach scheiterte sie an Jukic gleich in drei EM-Endläufen. Diese kündigte an, jetzt einmal eine Pause einzulegen. "Ich werde nach der EM ein bisschen relaxen, mich dann auf die WM in Montreal vorbereiten."

Anschlag mit der Nase

Diese Titelkämpfe sind auch für Nadarajah das nächste große Ziel. Der 19-Jährigen gelang ein optimaler Finallauf, bis auf den Anschlag. "Das war mit der Nase", schmunzelte sie. Coach Robert Michlmayr war klar: "Hätte der Anschlag gepasst, wäre es Silber gewesen. Aber man soll mit Bronze in der Heimat nicht unzufrieden sein."

Nadarajah wiederholte damit ihr Vorjahres-Ergebnis von Dublin. "Das hier bedeutet mir aber mehr. Die EM in Madrid und Olympia (Anm.: Qualifikation verpasst) waren eine Enttäuschung, haben mir aber einen Schub nach vorne verpasst", meinte die Wienerin.

Daxler und Zahrl ohne Medaillenchance

Judith Draxler wurde im Delfin-Sprint Siebente, blieb drei Mal unter ihrer bisherigen Bestleistung, im Semifinale mit 26,66. "Das ist gut für die Freistil. Gut auch, dass ich jetzt einen Tag Pause habe", meinte sie vor ihren letzten Rennen.

Bei Petra Zahrl reichte es über 800 m Kraul nur zu 8:40,92 und Rang neun. Birgit Koschischek hielt sich auch in ihrem zweiten Semifinale bei diesen Titelkämpfen wacker, über 100 m Lagen belegte die 17-Jährige trotz nicht optimaler Wenden in 1:03,27 Rang 14. (APA)

  • Der Blick auf die Anzeigentafel macht sicher: Jukic (links) ist Zweite.

    Der Blick auf die Anzeigentafel macht sicher: Jukic (links) ist Zweite.

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    Silber und Bronze wanderten nach den beiden Rogan-Goldenen in den Sack des österreichischen Schwimmteams.

  • Küsschen von Nadarajah für Draxler.

    Küsschen von Nadarajah für Draxler.

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