Planer über Fotomontagen: "Dimensionen passen nicht"

23. Dezember 2004, 16:56
1 Posting

Architektur-Büro Podsedensek: Da müsste der Turm 200 bis 300 Meter hoch sein, damit man ihn so deutlich sieht

Wien - Die Planer jenes Turms, der in der Nähe des Schönbrunner Schlossareals entstehen soll, zeigten sich am Freitag verwundert über die publizierten Fotos.

Auf den von der Schloss Schönbrunn Kultur- und Betriebsgesellschaft (SKB) zur Verfügung gestellten Montagen wird gezeigt, wie das Hochhaus vom Schlossgarten bzw. von der Gloriette betrachtet aussieht. "Ich glaube nicht, dass die Fotos die Realität wiedergeben", meinte Peter Tersch, Büroleiter des mit der Planung beauftragten Architekten Peter Podsedensek, gegenüber der APA.

"Die Dimensionen passen nicht. Da müsste der Turm 200 bis 300 Meter hoch sein, damit man ihn so deutlich sieht", meinte Tersch. Er verwies auf eigene Untersuchungsergebnisse, wonach das Projekt bei weitem nicht so deutlich in Erscheinung tritt. Das geplante Bürohaus soll knapp 120 Meter hoch werden.

Planung noch im "Entwurfsstadium"

Ob eine Reduzierung der Höhe ästhetisch ein Gewinn wäre, ist laut Tersch unwahrscheinlich: "Ich glaube nicht, dass er dadurch schöner wird." Grundsätzlich betonte der Planer, dass sich die Arbeiten derzeit noch im "Entwurfsstadium" befinden. Eine Realisierung des von der HPD Holding betriebenen Projekts sei frühestens in zwei Jahren möglich.

Im Wiener Rathaus betonte man, dass man bei dem Hochhaus-Projekt der im Weltkulturerbe-Managementplan festgelegten Verpflichtung zur Information der UNESCO nachgekommen sei. Ein Informationsschreiben über das Projekt "ist bereits auf dem Weg nach Paris", sagte eine Sprecherin von Planungsstadtrat Rudolf Schicker (S). (APA)

Share if you care.