"Internet Ombudsmann" gibt Tipps für sichere Weihnachtseinkäufe

19. Dezember 2004, 13:27
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Betrugsgefahr bei Vorauszahlungen bei Online-Auktionen

Weihnachtsgeschenke werden immer öfters per Mausklick gekauft. Doch die virtuelle Einkaufswelt hält nicht immer was sie verspricht. Damit die Weihnachtsfreude nicht getrübt wird, sollte man als Konsument jedoch schon vor dem ersten Internet-Einkauf einige wichtige Dinge beachten, um anschließende Probleme und langwierige Streitfälle zu vermeiden, rät Konsumentenschutzminister Herbert Haupt (FPÖ). Nicht rechtzeitige Lieferung vor Weihnachten, Schwierigkeiten beim Umtausch und Vorauskassa bei privaten Online-Auktionen führen traditionell die Beschwerdeliste an. Der vom Konsumentenschutzministerium installierte "Internet Ombudsmann" kann dabei helfen.

Betrugsgefahr bei Vorauszahlungen

Bei Online-Auktionen warnt das Konsumentenschutzministerium ausdrücklich vor Betrugsgefahr bei Vorauszahlungen. Bei Geschäften unter Privatpersonen gebe es immer wieder Abwicklungsprobleme und auch vorsätzlichen Betrug mit teilweise enormen Schadenssummen, berichtet Franz Haslinger, der beim "Internet Ombudsmann" für die außergerichtliche Streitschlichtung verantwortlich ist.

Seriös

"In jedem Fall raten wir dezidiert davon ab, bei Internet-Einkäufen allgemein - und speziell bei Online-Auktionen mit unbekannten Privatpersonen - mittels Vorauskassa durch Überweisung zu bezahlen. So könnten viele 'Artikel bezahlt/nichts bekommen'- Beschwerden einfach verhindert werden, so Haslinger. Seriöse Verkäufer bieten sichere elektronische Zahlungsmittel, akzeptieren Treuhand-Services oder versenden per Nachnahme. Die Kunden müssen die vorhandenen sicheren Zahlungsmöglichkeiten allerdings auch tatsächlich einsetzen, um risikolos im Internet einkaufen zu können", so die Konsumentenschützer weiter.

1999 gegründet

Der "Internet Ombudsmann" wurde 1999 vom Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation gegründet und wird vom Bundesministerium für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz und der Internet Privatstiftung Austria unterstützt. In nationalen und grenzüberschreitenden Streitfällen vermittelt das Experten-Team des Internet-Ombudsmannes zwischen Konsumenten und Unternehmen und versucht im Sinne aller Beteiligten eine rasche, außergerichtliche Lösung herbeizuführen. Seit 1999 ist das in über 2.500 Fällen gelungen. Alleine im Jahr 2003 hat der Internet Ombudsmann Fälle mit einer Schadenssumme von über 1,14 Mio. Euro erfolgreich geschlichtet.(APA)

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