Helmut Zilk, Rechtschreibe-Rat

14. Dezember 2004, 12:51
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Die neun österreichischen Mitglieder des Rats für deutsche Rechtschreibung stehen fest

Wien - Die neun österreichischen Mitglieder des Rats für deutsche Rechtschreibung sind komplett. Das Bildungsministerium nominierte für das Gremium, das die bisherige Zwischenstaatliche Kommission für deutsche Rechtschreibung ablösen und noch im Dezember seine Tätigkeit aufnehmen soll, unter anderem den ehemaligen Unterrichtsminister Helmut Zilk, den ehemaligen Wiener Stadtschulratspräsidenten Kurt Scholz und den aktuellen Leiter der Zwischenstaatlichen Kommission, Karl Blüml, hieß es in einer Aussendung am Freitag.

Die weiteren österreichischen Mitglieder im Rat sind der ehemalige Kultur-Ressortleiter der "Presse", Hans Haider, der Germanistik-Professor Richard Schrodt (Uni Wien), der Autor Ludwig Laher, der Geschäftsführer des Schulbuchverlags öbv&hpt, Georg Glöckler, Günter Lusser von der Pädagogischen Akademie Feldkirch sowie Ulrike Steiner, Redakteurin des Österreichischen Wörterbuchs. Schrodt und Steiner waren auch bereits in der Zwischenstaatlichen Kommission tätig.

Reform, Korrekturen und Zeitplan

Der Rat, dem 18 deutsche sowie je neun Experten aus Österreich und der Schweiz angehören, soll am 17. Dezember in Mannheim konstituiert werden. Als Vorsitzender wurde bereits der ehemalige bayerische Wissenschaftsminister Hans Zehetmair (CSU) designiert. Neben Sprachwissenschaftern gehören dem Rat Praktiker wie Autoren, Journalisten, Lehrer sowie Buch- und Zeitungsverleger an.

Die neue Rechtschreibung soll am 1. August 2005 offiziell verbindlich in Kraft treten. Zehetmair hat aber bis Ende des Jahres erste Korrekturen der umstrittenen Reform angekündigt. Handlungsbedarf sah er vor allem bei der Getrennt- und Zusammenschreibung. (APA)

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