ÖIAG prüft Siemens-Angebot auf Privatisierungskriterien

10. Dezember 2004, 16:07
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Aufsichtsrat hat Anfang Dezember bereits grundsätzlich zugestimmt - "Kein Kommentar" zum Verhalten auf kommender Hauptversammlung

Wien - Die ÖIAG, 14,7-Prozent-Aktionär der VA Tech, prüft im Privatisierungsausschuss des Aufsichtsrats das Übernahmeangebot von Siemens auf seine Konformität mit dem Privatisierungsauftrag, den die Staatsholding von der Regierung erhalten hat. Ein Termin für diese Sitzung sei noch nicht festgelegt und werde wohl auch nicht bekannt gegeben, sagte eine ÖIAG-Sprecherin am Freitag.

Sollte im Privatisierungsausschuss Einstimmigkeit gegeben sein, wäre der Verkauf über die Bühne - sonst würde es wieder an den Aufsichtsrat zurückverwiesen. Der Aufsichtsrat der ÖIAG hat Anfang Dezember bereits grundsätzlich grünes Licht für den Verkauf des ÖIAG-Anteils an Siemens gegeben - sollten die Privatisierungskriterien erfüllt werden.

"Stabile österreichische Kernaktionärsstruktur"

Nach dem Privatisierungsauftrag der Regierung muss die ÖIAG beim Verkauf unter anderem auf eine "stabile österreichische Kernaktionärsstruktur" achten sowie die Einheit des Unternehmens und den österreichischen Kapitalmarkt berücksichtigen.

Auf die Frage, ob die ÖIAG bei einer außerordentlichen Hauptversammlung der VA Tech, die noch im Jänner stattfinden könnte, einer Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung zustimmen wird, gebe es "keinen Kommentar", sagte die Sprecherin. Zum Angebotspreis machte sie keine Aussagen.(APA)

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