Jukic heute über 200 m Brust um Gold

10. Dezember 2004, 17:12
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Fabienne Nadarajah als Vorlauf-Dritte über 50 m Delfin - Dominik Koll brach österreichischen Uralt-Rekord über 100 m Kraul

Wien - Titelverteidigerin Mirna Jukic ist am Freitag bei der Schwimm-Kurzbahn-EM in der Wiener Stadthalle locker ins Finale über 200 m Brust (17.05 Uhr) eingezogen. Die 18-Jährige begnügte sich in 2:25,53 Minuten mit der viertbesten Zeit, hinter den Deutschen Anne Poleska (2:24,07), Sarah Poewe (2:24,72) und Simone Weiler (2:25,06). DSV-Meisterin Weiler fiel aber der Nationen-Regel zum Opfer. Neben Jukic stiegen Fabienne Nadarajah und Judith Draxler über 50 m Delfin sowie Birgit Koschischek über 100 m Lagen ins Semifinale auf.

Jukic noch mit Reserven

Für den Sieg über 200 m Brust kamen nach den Eindrücken des Vorlaufes nur Poleska, Poewe und Jukic in Frage, mit Vorteilen für die Österreicherin. Denn das deutsche Duo war auf Grund der Nationen-Ausscheidung schon ziemlich voll geschwommen, die Wienerin nicht ganz. Trainer-Vater Zeljko Jukic: "Für Mirna war es zwar nicht so locker, aber Poewe wird wahrscheinlich wieder eine 24-er-Zeit oder nur knapp schneller schwimmen. Anne wird stark", vermutete er ein Duell mit der Olympia-Dritten.

Nadarajah Dritte im Vorlauf

Viel durfte man auch von der Entscheidung im Delfin-Sprint erwarten. Fabienne Nadarajah blieb als Dritte in 26,54 Sekunden nur eine Zehntel über ihrem österreichischen Rekord, Judith Draxler markierte als Fünfte in 26,74 persönliche und natürlich steirische Bestleistung. Marilies Demal ereilte das Weiler-Schicksal, die EM-Debütantin blieb trotz ihres zwölften Ranges und der persönlichen Bestzeit von 27,06 auf der Strecke. "Ich war ziemlich aufgeregt, es ist ja doch meine erste EM", erklärte die 15-Jährige.

Ihre SV-Schwechat-Kollegin Nadarajah hatte hingegen kaum etwas an ihrem Lauf auszusetzen: "Nur die zweite Länge war nicht so toll", sagte die 19-Jährige, u.a von ihren Großeltern angefeuert. Die "Bronzene" vom Vorjahr durfte nach dieser Leistung auf eine weitere Medaille hoffen. Es zeichnete sich ein Vierkampf ab, mit der Schwedin Anna-Karin Kammerling als Favoritin. Äußerst erfreulich war das Auftreten von Koschischek, mit 1:03,89 verbesserte sie ihre persönliche Bestleistung und kam als 16. gerade noch weiter.

Dominik Koll mit OSV-Rekord

Für einen weiteren Höhepunkt aus heimischer Sicht sorgte Dominik Koll, der Linzer verbesserte den knapp 16 Jahre alten OSV-Rekord über 100 m Kraul von Alexander Pilhatsch um 29/100 auf 49,40 Sekunden, drückte seine Bestmarke um gleich 54/100. Davor schwamm der 19-Jährige über 50 m Rücken (29.) in 26,17 persönliche Bestzeit. Koll: "Das Rücken-Rennen war wichtig, um die Spannung für die Kraul aufzubauen. Da waren die Wenden dann aber eher schlecht, es geht also noch schneller."

Wie Koll (27.) out sind u.a. Sebastian Stoß (400 m Lagen/4:19,43/11.) und Lukas Ostermaier (50 m Rücken/25,90/25.), beide ASV-Wien-Athleten verpassten ihre Bestzeiten. Stoß wäre mit seiner ins Finale gekommen. "Ich war für die EM-Qualifikation vor zwei Wochen vorbereitet, da konnte ich die Form nur schwer halten", meinte der Wiener. Oliver Schmich erzielte auf der langen Lagen-Strecke persönliche Bestleistung (4:21,04/13.). Die leicht verkühlte Julia Lewandowski wurde über 200 m Brust 27. (2:35,90). (APA)

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    Mirna Jukic in ihrer Parade-Disziplin souverän.

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