Grundstein für neues Austria-Stadion soll bald gelegt werden

20. Dezember 2004, 13:39
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Stronach und Häupl leg­ten Bekenntnis zur neu­en Spielstätte ab - Aus­tria spricht sportlicher Führung Vertrauen aus - Keine Amtsmüdigkeit

Wien - Bürgermeister Michael Häupl und Mäzen Frank Stronach legten am Donnerstag Abend während der Weihnachtsfeier des FK Austria Magna im Wiener Rathaus ein "verbales Geschenk" unter den violetten Christbaum. Beide legten ein klares Bekenntnis zur Errichtung einer neuen Arena für den Fußball-Verein ab. "Wir werden das neue Stadion für die Austria bauen. Ich weiß zwar nicht, ob es ein zweites München wird, aber wir sorgen dafür, dass Wien eine große und wundervolle Sportstätte erhalten wird", kündigte Häupl an.

"Am liebsten schon im Frühjahr"

Stronach stand dem Stadtoberhaupt in seiner Ansprache um Nichts nach. Der Magna-Magnat würde "am liebsten schon im Frühjahr" mit dem Bau beginnen und replizierte: "Michael (englisch ausgesprochen/Anm.d.Red.), ich bin zuversichtlich, dass wir das neue Stadion in der Nähe des alten Horr zusammenbringen." Bis zur Legung des Grundsteins wird es jedoch eine Weile dauern, da vor Baubeginn erst noch wesentliche Vorarbeiten zu leisten sind. Man hörte von "guten und fruchtbaren Gesprächen".

Der Milliardär sagte weiters, dass er nicht müde werde, die Austria zu unterstützen. "Wenn ich mir etwas in den Kopf setze, dann gehe ich auch durch Beton. Ich habe die Austria nicht nur stets in meinem Kopf, sondern ich trage sie vor allem in meinem Herzen - das ist viel wichtiger." Sein einstiges Versprechen, dass er mit dem derzeitigen Supercup-Gewinner und Vize-Meister in "Europa ernsthaft mitspielen" werde, erneuerte Stronach bei dieser Gelegenheit. Man sei auf bestem Weg und in einem Jahr um diese Zeit sicher weiter als jetzt.

Die Austria werde auf der nächsten Feier viel weiter sein als jetzt. Davon ist auch Häupl, der auch Vorsitzender des Vereinskuratoriums ist, überzeugt. "Die Austria wird wieder dort stehen, wo sie hingehört. Im Frühsommer auf dem Rathausplatz den Titel feiern, im Herbst in der Champions League spielen und dort auch gute Figur machen."

Applaus für Trainer-Duo

Nicht nur der Bürgermeister wünschte den Veilchen für Utrecht alles Gute, natürlich den UEFA-Cup-Aufstieg und bescheinigte den sportlich Verantwortlichen gute Arbeit geleistet zu haben. Sportdirektor Günter Kronsteiner wurde von der violetten Fußball-Familie mit großem Applaus bedacht. Der Steirer gab diesen an seine Mitarbeiter weiter: "Die Harmonie und die Erfolge sind ein Produkt von mehreren Leuten, ich ziehe vor ihnen meinen Hut."

Es führe eben nur Kontinuität zum Erfolg, meinte Kronsteiner. Auch die voran gegangene General-Versammlung der Austria bekannte sich eindeutig zu Kronsteiner, Lars Söndergaard und den weiteren Betreuerstab. Auf Antrag eines Mitgliedes wurde der sportlichen Führung das einstimmige Vertrauen und volle die Unterstützung sowie der Auftrag und Bitte ausgesprochen, den derzeit eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Peter Langer (OBI-Österreich-Geschäftsführer), seit Februar 2002 als Nachfolger von Banker Georg Sattler im Amt, wurde für vier weitere Jahre als Austria-Präsident wiedergewählt. Einer seiner Vorgänger, Robert Lackner, erhielt die Ehrenmitgliedschaft. (APA)

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    Stronach will sein Stadion.

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