Secondhand-Kette Money Point will kräftig wachsen

23. Dezember 2004, 19:42
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Mittlerweile 13 Geschäfte in Österreich - Drei Franchisepartner für Deutschland bereits fix

Wien - Die Secondhand-Kette Money Point - spezialisiert auf den An- und Verkauf von gebrauchten Computern, Sportgeräten, CDs, Handys etc. - hegt große Pläne. Nachdem in den vergangenen Monaten in Österreich zusätzlich zu den 6 bestehenden Filialen 7 weitere im Franchise-System eröffnet wurden, soll das Konzept nun auch nach Deutschland getragen werden. Die ersten drei Standorte bzw. Franchisenehmer in Essen, Berlin und Freiburg sind auch schon gefunden, so Money Point Franchise AG-Vorstand Reinhard Herzog zur APA.

Maximal das doppelte des "Einkaufspreises"

Das Konzept wurde vom steirischen Jungunternehmer Gerhard Farag nach dem Vorbild der australischen Cashconwerters-Kette entwickelt: Gebrauchte, aber funktionierende Geräte werden von Money Point angekauft und in den einheitlich gestylten Geschäften, klar geordnet nach Produktkategorien, wieder verkauft. Gekauft wird alles von Kameras, Stereoanlagen bis zu elektrischen Orangenpressen, Gitarren, Tennisschlägern, Uhren oder Werkzeugen. Der Ankaufspreis orientiert sich am Zeitwert und am erzielbaren Verkaufspreis - maximal das doppelte des "Einkaufspreises".

Restposten

Ankauf und Verkauf sind in den rund 500 m2 großen Geschäften räumlich getrennt. "Es gibt aber viele, die etwas abgeben und mit dem Geld gleich wieder etwas einkaufen", erzählt Herzog. Neben den gebrauchten Waren gibt es in geringem Ausmaß auch so genannte Restposten in den Geschäften, also Neuware, die andere Firmen abstoßen, wie etwa ältere Ski-Modelle. Auf alle verkauften Produkte gibt es 60 Tage Garantie, so Herzog.

Platz für maximal 25 Money Points

Der ehemalige Unternehmensberater, der sich im Vorjahr mit 49 Prozent an dem Unternehmen beteiligt hat und für Entwicklung und Finanzen zuständig ist, sieht in Österreich Platz für maximal 25 Money Points. Vor allem im Westen des Landes ist die neue Secondhand-Kette noch nicht vertreten. Franchisepartner in Innsbruck und Salzburg gibt es laut Herzog schon.

Im Schnitt betragen die Investitionen in einen Standort rund 300.000 Euro, von denen etwa 30 Prozent der Franchisenehmer aufbringen muss. Die Franchisegebühr beträgt 5 Prozent vom Nettoumsatz plus 1,2 Prozent für Werbungskosten. 2003 setzte das Unternehmen mit 6 Geschäften rund 3 Mio. Euro um, heuer sollen es bereits 6,5 Mio. Euro werden. 2006 soll die Holding dann den Break-Even erreichen.

Sollte sich das "e-bay mit Regalen" wie auch in Deutschland bewähren, könnte man dort 150 bis 200 der professionellen Secondhand-Läden, ebenfalls mit Franchisepartnern, installieren. Derzeit überlegen die Money Point-Manager, wie der Ankauf von Waren - alles außer Textilien und Möbeln - angekurbelt werden könnte. Die Palette der Ideen reicht von speziellen Trucks, die an bestimmten Tagen Gebrauchtwaren abholen bis zu Kooperationen mit Elektrohändlern.(APA)

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