UNO-Kommissarin warnt vor falscher Reaktion auf Terrorismusgefahr

11. Dezember 2004, 17:15
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Arbour sieht Menschenrechte in Gefahr

Genf - Die international vereinbarten Menschenrechte sind nach Ansicht der zuständigen Hochkommissarin der Vereinten Nationen, Louise Arbour, in Gefahr. "Die Vision und das Versprechen der Universellen Erklärung der Menschenrechte stehen unter deutlichem Druck", sagte Arbour am Donnerstag in Genf.

Sie äußerte sich vor Journalisten anlässlich des Internationalen Tages der Menschenrechte, der an diesem Freitag begangen wird. Die Reaktion auf die Bedrohung durch den Terrorismus sei verwirrend. Angesichts dieses Terrorismus dürfe man nicht "Gefangener einer Kultur der Angst und einer Ideologie des Ausschlusses und der Arroganz" werden.

Die UNO-Hochkommissarin forderte mehr Achtung vor den Menschenrechten. "Wir müssen den Raum bewahren, den wir durch unsere internationalen Menschenrechtsinstrumente und Institutionen geschaffen haben." Bei der Bekämpfung des Terrorismus sei eine Ausgewogenheit der Sicherheits- und der Freiheitsinteressen nötig. So müsse die Konvention über das Verbot der Folter respektiert werden. (APA/dpa)

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