Neues Grubenunglück in China: 33 Tote

10. Dezember 2004, 10:45
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Gasexplosion erschütterte Kohlegrube - Fünf der Opfer starben beim Versuch, die Verschütteten zu retten

Peking - Bei einem neuen Grubenunglück in China sind 33 Bergleute ums Leben gekommen. Eine Gasexplosion erschütterte die Kohlegrube in Nanlou im Kreis Yuxian nahe der Stadt Yangquan (Provinz Shanxi), wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag berichtete. Versuch, die Verschütteten zu retten

28 Kumpel kamen sofort ums Leben, während sich zunächst 38 retten konnten. Fünf von ihnen gingen zurück in die Unglücksgrube, um die Verschütteten zu retten, und verloren dabei ihr Leben, wie die staatliche Werksschutzverwaltung in Peking berichtete.

Das neue Unglück passierte nur zwei Wochen nach dem schwersten Grubenunglück in China seit mehr als vier Jahrzehnten. Durch eine Gasexplosion in einem Kohlebergwerk in der Provinz Shaanxi kamen am 28. November 166 Bergleute ums Leben.

Schwere Sicherheitsmängel, Rückständigkeit und hoher Produktionsdruck durch den hohen Energiebedarf insbesondere im Winter sind die Hintergründe für viele Grubenunglücke in China. Nirgendwo in der Welt leben Bergleute so gefährlich. Etwa 8.000 kommen in China jedes Jahr ums Leben. (APA/dpa)

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