UNO: Im Kosovo werden noch immer knapp 3.200 Personen vermisst

10. Dezember 2004, 21:02
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"Bestgehütetes Geheimnis im Kosovo"

Belgrad - Fünf Jahre nach dem Kriegsende gelten im Kosovo weiterhin 3.197 Personen als vermisst. Nach Angaben des Leiters des UNO-Vermisstenbüros in Pristina, Jose Pablo Barraibar, befinden sich unter den Vermissten 2.460 Albaner, 529 Serben und 203 Angehörige sonstiger Volksgruppen.

Barraibar appellierte an die Kosovo-Albaner, dem UNO-Büro Informationen zukommen zu lassen, die zur Aufklärung des Schicksals von vermissten Nichtalbanern beitragen würden. Die serbischen Behörden wurden aufgefordert, die langsam verlaufende Identifikation von albanischen Opfern, deren Leichen in Massengräbern in Serbien entdeckt wurden, zu beschleunigen.

Bisher sind nur 354 von 836 Toten, die aus Massengräbern in Serbien geborgen wurden, identifiziert. Barraibar hat bei einer Pressekonferenz in Pristina das Schicksal der Vermissten als das "bestgehütete Geheimnis im Kosovo" bezeichnet, meldete die staatliche serbisch-montenegrinische Presseagentur Tanjug. (APA)

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