Risiko: Vage Schätzungen

9. Dezember 2004, 19:11
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Mammografie verwendet Röntgenstrahlung. Diese ist zwar nicht radioaktiven Ursprungs, aber eng verwandt mit Gammastrahlung und hat ionisierende Wirkung. Sie ist im Vergleich zu anderen Röntgenverfahren aber noch energieärmer. Um Bewegungsunschärfe zu vermeiden, muss die Brust komprimiert und fixiert werden. Es gibt nur vage Schätzungen des Strahlenrisikos. Man vermutet, dass durch Mammografie (vier Aufnahmen) bei 100.000 Patientinnen im Alter von 50 Jahren bei einer Krebs entsteht. Dem steht aber entgegen, dass bei diesen 100.000 ca. 300 Karzinome allein durch Mammografie entdeckt werden.

Magnetresonanz kommt ohne ionisierende Strahlung aus: Atomkerne rotieren im angelegten Magnetfeld, ihr Energieniveau wird durch elektromagnetische Wellen verändert. Dabei senden sie in Bilder umsetzbare Radiowellen aus. Entscheidend ist der Wassergehalt (Wasserstoffkerne) in den Geweben: Tumoren haben oft einen höheren. Belastung durch das Magnetfeld wird nicht vermutet. Für Menschen mit Herzschrittmachern ist MRI aber ungeeignet. (fei, DER STANDARD, Print, 10.12.2004)

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