Rückgabe mittelalterlicher Pergamenturkunden an Italien

15. Dezember 2004, 13:24
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Sie wurden in deutschem Archiv wieder entdeckt

Rom - Vier wertvolle mittelalterliche Pergamenturkunden, die zwischen den Jahren 1109 und 1229 in der Umgebung von Bologna aufgenommen wurden, werden kommende Woche in Bologna von ihren Findern freiwillig dem italienischen Staat zurückgegeben. Die vier Dokumente lagerten bis zum vergangenen Jahr unverzeichnet und unerkannt im Landeshauptarchiv der deutschen Stadt Schwerin in einem Kuvert mit dem Vermerk "Gefunden 1950 auf dem Schweriner Güterbahnhof". Das Kuvert wurde bei Ordnungsarbeiten zufällig entdeckt. Seine Herkunft ist unbekannt.

Die Urkunden wurden von Andreas Röpcke, Direktor des Landeshauptarchivs in Schwerin, entdeckt und Tilmann Schmidt, einem Fachmann des Historischen Instituts der Universität Rostock zur Prüfung anvertraut. Dieser konnte den Inhalt der Pergamentdokumente und die darin genannten Ortschaften identifizieren. Es handelt sich um mittelalterliche Urkunden, die die Schenkung und den Verkauf von Mobilien und Immobilien an das Kloster Santa Lucia nördlich von Rocca di Roffeno, in der heutigen Gemeinde Castel D'Aiano sowie an die Kirche Santa Trinità südlich von Savigno, beides in der Provinz Bologna, verbriefen. (APA)

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