Morawa relativiert: Vertragsauflösung noch nicht besiegelt

9. Dezember 2004, 17:09
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"Aber weit gediehene Gespräche", so der Geschäftsführer

Wien - Am Donnerstag Nachmittag nahm Morawa & Co-Geschäftsführer Emmerich Selch auf Anfrage der APA erstmals zu dem vorzeitigen Ende des zentralen Bundes-Bucheinkaufes Stellung: "Es gibt weit gediehene Gespräche, aber noch kein schriftlich abgefasstes Vertragsende." Dennoch sei es wahrscheinlich, dass der bereits abgeschlossene Vertrag zwischen der Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG) und Morawa & Co. am 1.Jänner 2005 gar nicht in Kraft treten werde.

"Der entscheidende Schritt war, dass sich die Politik darauf verständigt hat, in zwei Jahren die Bücher wieder herauszunehmen." Für lediglich zwei Jahre hätte der Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur aber keinen Sinn gemacht. Außerdem wäre es "völlig unsinnig" gewesen, eine Regelung, die offenbar tatsächlich dem Buchhandel geschadet hätte, wider besseren Wissens in Kraft treten zu lassen. Morawa & Co wären zwar Unkosten entstanden, diese würden aber in den noch ausständigen abschließenden Verhandlungen nicht eingefordert, betonte Selch. (APA)

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