Musikrundschau: Black Music

15. Dezember 2004, 10:00
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The Neville Brothers: "Walkin' In The Shadow Of Life" - Nas: "Street's Disciple" - Willie Hightower: "Same" - Keziah Jones: "Rhythm Is Love"

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THE NEVILLE BROTHERS Walkin' In The Shadow Of Life

(EMI) Glaubt man dem Cover, dann geht Engelsstimme Aaron Neville mittlerweile am Stock durchs Leben. Würde einen angesichts einer eher ungesunden Biografie in den Schneestürmen von New Orleans nicht weiter verwundern. Das hält ihn aber nicht davon ab, immer noch wahnwitzig zu phrasieren. Auch die anderen Brothers zeigen sich auf Walkin' In The Shadow Of Life in Weltform. Diese offenbart sich in einem von Bass und Orgel fett und satt geerdeten Funk: Can't Stop The Funk, genau. Wem es abseits blutleerer, aus dem HipHop abgeleiteter R'n'B-Darsteller nach authentischen Zeitgenossen verlangt, die das alles im kleinen Finger haben, die Neville Brothers sind eine Bank. Auch wenn die finale Interpretation von Rivers Of Babylon trotz Aarons in dünne Luftschichten vordringenden Lercherl noch besser gegangen wäre.

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