"Gegen die Wand" gewinnt Europäischen Filmpreis 2004

12. Dezember 2004, 10:48
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Österreicher Sauper für Dokumentarfilm "Darwin's Nightmare" ausgezeichnet

Berlin/Barcelona - Der Siegeszug des vielfach preisgekrönten deutschen Films "Gegen die Wand" von Fatih Akin hält weiter an: Am Samstag hat der Streifen in Barcelona den Europäischen Filmpreis 2004 als bester europäischer Film des Jahres gewonnen. Außerdem wurde Akin mit dem Europäischen Publikumspreis als bester Regisseur ausgezeichnet.

Das Liebesdrama des aus Hamburg stammenden Deutschtürken Akin erhielt in diesem Jahr bereits den Goldenen Bären der Berlinale und den Deutschen Filmpreis. Damit hat zum zweiten Mal hintereinander ein deutscher Streifen den "europäischen Oscar" nach "Good bye, Lenin!" im vergangenen Jahr errungen.

Erweiterte Union

"Gegen die Wand" schlug bei der Galaveranstaltung der Europäischen Filmakademie - der ersten seit der Erweiterung der Europäischen Union - Mitkonkurrenten wie "La Mala Educación" von dem Spanier Pedro Almodóvar, den Venedig-Sieger "Vera Drake" des britischen Regisseurs Mike Leigh und den französischen Publikumserfolg "Les Choristes" (Die Kinder des Monsieur Mathieu) von Christophe Barratier aus dem Rennen, der allerdings für Bruno Coulais den Preis für den Europäischen Komponisten 2004 erhielt.

Der österreichische Regisseur Hubert Sauper gewann mit seinem Streifen "Darwin's Nightmare" den europäischen Dokumentarfilmpreis. Der Film ist ein verstörendes Porträt der afrikanische Region rund um den Victoriasee, in der Waffenschmuggel eine wichtige Rolle spielt.

Publikumspreis

Daniel Brühl gewann den Publikumspreis als bester europäischer Schauspieler für seine Rolle in dem Film "Was nützt die Liebe in Gedanken", Lieblingsdarstellerin bei dieser Publikumsumfrage wurde Penélope Cruz für "Non Ti Muovere/Don't Move" (Italien). Bester Europäischer Regisseur 2004 ist der Spanier Alejandro Amenábar mit seinem Film "Mar Adentro" zum Thema Sterbehilfe. Javier Bardem wurde für seine Rolle in diesem Film auch zum besten europäischen Schauspieler gekürt. Beste Darstellerin ist Imelda Staunton mit ihrer Rolle in Leighs Film "Vera Drake".

Den Preis für ein Lebenswerk erhielt in diesem Jahr der 72-jährige spanische Regisseur Carlos Saura. Die Auszeichnung "Europäischer Beitrag zum Weltkino" ging an die norwegische Schauspielerin Liv Ullmann. Beste Drehbuchautoren sind die Franzosen Agnes Jaoui und Jean-Pierre Bacri für "Comme Une Image" (Look At Me), bester Kameramann wurde Eduardo Serra für "Girl With A Pearl Earring" (Mädchen mit einem Perlenohrring) aus Großbritannien.

Der Kritikerpreis (Fipresci) der Europäischen Filmakademie ging an "Trilogie - Die Erde weint" von dem Griechen Theo Angelopoulos. Den Preis für den besten nichteuropäischen Film erhielt "2046" von Wong Kar-Wai (China/Frankreich). (APA/dpa)

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