Rewe Austria-Boss Schalle geht Ende 2005 in Pension

16. Dezember 2004, 13:46
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Headhunter Egon Zehnder sucht Nachfolger

Wien - Das monatelange Rätselraten um die Zukunft von Veit Schalle an der Spitze der Rewe Austria hat einem Magazinbericht zufolge ein Ende. Schalle scheide mit Auslaufen seines Vertrages Ende 2005 aus, schreibt "Format" in seiner morgen erscheinenden Ausgabe. Die Personalberatungsfirma Egon Zehnder sei mit der Suche nach einem neuen Chef für die Wiener Neudorfer Zentrale beauftragt worden. Laut "Format" könnte Billa-Generaldirektor Wolfgang Wimmer, dessen Vertrag bis Ende 2006 läuft, Schalle interimistisch nachfolgen.

"Ich gehe in Pension", wird Schalle in dem Vorabbericht zitiert. Der Auftrag der deutschen Konzernmutter an Zehnder sei ihm bekannt. Schalle: "Ich werde auch nicht in den Aufsichtsrat wechseln, weder in den österreichischen noch in den deutschen. Ich habe es immer falsch gefunden, wenn Ex-Vorstände von diesem Gremium aus weiter mitreden. Mein Nachfolger soll selbst die Verantwortung übernehmen." Er habe nicht vor, künftig etwas zu tun, "das 14 Stunden Arbeit pro Tag bedeutet", zitiert "Format" den 62-jährigen Rewe Austria-Boss.

Keine Vertragsverlängerung

Andreas Toth, von der deutschen Rewe entsandter Kontroller im Rewe Austria-Vorstand, sagte dem Magazin, man habe Schalle mit nichts mehr zu einer Vertragsverlängerung locken können. Toth: "Herr Schalle hat im Handel alles erreicht, was ein Mann dort erreichen kann." Billa-General Wolfgang Wimmer erklärte gegenüber dem Magazin, er wolle jedenfalls bis zum Auslaufen seines Vertrages in zwei Jahren bleiben. In welcher Funktion, darüber wollte sich Wimmer nicht äußern.

Als aussichtsreicher Nachfolgekandidat Schalle werde indes der Vorarlberger Kaufmann Jürgen Sutterlüty gehandelt, berichtet "Format" weiter. Gerüchten zufolge soll dem einstigen Spar-Partner beim Wechsel zu Billa die Schalle-Nachfolge zugesagt worden sein. Sutterlüty werde sowohl in Wiener Neudorf als auch in Köln zunehmend in strategische Entscheidungen eingebunden. Sutterlüty wollte dazu gegenüber dem Magazin keine Stellung nehmen. (APA)

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