Luxusrestaurant ließ teuerste Trüffel der Welt schlecht werden

17. Dezember 2004, 15:23
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40.000 Euro Luxuspilz wurde zu lange ausgestellt

London - Die angeblich teuerste Trüffel der Welt ist in einem Londoner Luxusrestaurant schlecht geworden. Statt den Gästen serviert zu werden, wurde der seltene Pilz in der Nähe eines Baumes unter Blumen begraben. Die 850 Gramm schwere Riesentrüffel war für mehr als 40.000 Euro von Gourmet-Freunden des Restaurants Zafferano ersteigert worden, zu denen nach britischen Zeitungsberichten auch die Filmschauspielerin Gwyneth Paltrow (32) gehörte.

Papst der Trüffeln

"Sie war der Papst der Trüffeln", würdigte ihn Enzo Cassini, der Manager des Restaurants, am Donnerstag im "Daily Telegraph". Der Fehler sei gewesen, ihn eine Woche lang auszustellen. Doch manche Leute seien eigens aus Spanien und Frankreich angereist, nur um einen Blick auf das in der Toskana ausgegrabene Gewächs werfen zu können.

Schimmeliger Luxus

Anschließend stellte der Koch Andy Needham die Trüffel in einem Safe in den Kühlschrank und fuhr für drei Tage weg. Als er wiederkam, hatte sich die Besucherattraktion in eine schimmelige Masse verwandelt. Es sei wohlbekannt, dass Trüffel nur einige Zeit reif seien und dann faul würden, erläuterten Spitzenköche.

Für kulinarisch weniger bewanderte Zeitgenossen sah die Trüffel allerdings auch vorher schon nicht besonders verführerisch aus. Ein "Times"-Journalist verglich sie mit einem "Fossil einer Dinosaurierausscheidung - grau, klobig und in geradezu spektakulärer Weise unappetitlich". (APA)

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