Philips will das Bezahlen per Handy etablieren

17. Dezember 2004, 10:14
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Neuer Standard für kabellose Datenverbindung kommt 2005

Der Elektronikkonzern Philips hat eine neue Technik vorgestellt, mit der das Handy zur Geldbörse für den Kauf von Kinokarten oder Tickets werden soll. Mit der "Near Field Communication" (NFC) werde das Handy zum Alleskönner, sagte Ralf Raue von der Aachener Philips-Forschung. Schon zu Beginn des kommenden Jahres werde die Technik in neuen Modellen von Mobiltelefonen integriert sein.

Drahtloser Datenaustausch

Mit einem NFC-Chip ausgestattete Geräte können drahtlos Daten austauschen. Auf diese Weise soll nicht nur der Datenaustausch mit anderen Handys, einem Computer oder einem Fernseher möglich sein, sondern auch mit Ticketautomaten oder Kreditkarten-Terminals.

Der NFC-Chip sendet die Zahlungsdaten an das Terminal und lädt anschließend die Konzert-, Kino-, U-Bahn- oder Flugtickets auf das Telefon. Auch der Eintritt ins Kino oder der Check-In am Flughafen soll möglich sein, indem man das Mobiltelefon mit den geladenen Tickets an entsprechende Terminals hält. Ein Feldversuch beim Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) in Hanau zeige, dass die Technik funktioniere, sagte Reinhard Kalla von Philips Semiconductors. Hier sind die NFC-Chips allerdings noch nicht in Telefone, sondern auf einfachen Karten eingearbeitet.

"Eine lange Liste von Partnern"

Das "NFC-Forum", das Philips gemeinsam mit den Handy-Herstellern Sony und Nokia gegründet habe, umfasse bereits "ein lange Liste" von Partnern, sagte Raue. Diese werden nötig sein, damit die neuen Chips nicht nur in künftigen Mobiltelefonen, sondern auch in den notwendigen Gegenstücken wie Ticket- und Zahlungsterminals stecken. Der niederländische Konzern hatte die Technik bereits auf der Cebit im März angekündigt.(APA/AP)

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