Vlaams-Chef Dewinter will Haider als Spitzenkandidat

10. Dezember 2004, 20:58
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Belgischer Rechtsextremist strebt EU-weite Rechtspartei an - "Hoffen auf FP-Übernahme durch Mölzer und Stadler"

Wien - Filip Dewinter, Frontmann des rechtsextremen belgischen Vlaams Belang, hat bestätigt, dass er an einer gemeinsamen rechten EU-Partei arbeitet: "Wir sind auch schon sehr weit. Warum soll es keine rechtsnationale Internationale geben? Wir haben seit Jahren beste Beziehungen zum Front National und zu (dem EU-Abgeordneten der FPÖ) Andreas Mölzer", erklärte Dewinter laut einem Vorausbericht in einem Interview mit der am Donnerstag erscheinenden Info-Illustrierten "News".

Dewinter erklärt zudem: "Ich biete Jörg Haider an, Spitzenkandidat unserer Bewegung zu werden. Ich hatte mehrere Gespräche mit Jörg Haider und hatte sehr wohl das Gefühl, dass er Interesse an so einer Kooperation hätte."

Dewinter berichtete weiters: "Mit Mölzer, mit dem Wiener FP-Chef (Heinz-Christian) Strache und mit Volksanwalt (Ewald) Stadler haben wir laufende und beste Beziehungen. Wir sind sehr froh gewesen, dass diese Rechtsnationalen in der FPÖ an Bedeutung gewonnen haben, und hoffen, dass sie die FPÖ übernehmen werden."

Auch Mölzer sieht die die Zusammenarbeit der europäischen Rechten als "Schicksalsfrage". "Die Linke hat längst erkannt, dass sie grenzüberschreitend auf EU-Ebene zusammenarbeiten muss", erklärte er Anfang Dezember bei einem Treffen mit den Spitzen des flämischen Vlaams Belang, der Nachfolgepartei des Vlaams Blok, des französischen Front National, der italienischen Lega Nord und der niederländischen Liste "Nieuw Rechts" in Antwerpen. (APA)

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    Filip Dewinter: "Die Linke hat längst erkannt, dass sie grenzüberschreitend auf EU-Ebene zusammenarbeiten muss."

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