Albaner-Gruppe droht mit Beschuss der mazedonischen Hauptstadt

9. Dezember 2004, 14:00
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Extremisten fordern Straffreiheit und staatliche Begünstigungen für UCK-Angehörige

Skopje - Eine Gruppe extremistischer Albaner droht mit Artillerieangriffen auf die mazedonische Hauptstadt Skopje. Die etwa 200 schwer bewaffneten Männer haben im vergangenen Monat den Vorort Kondovo besetzt. Sollte die Polizei versuchen, sie aus dem Dorf zu vertreiben, wollen sie die Hauptstadt mit Raketen und aus Mörsern beschießen, sagten albanische Quellen der Deutschen Presse-Agentur dpa am Mittwoch in Skopje.

Die Extremisten haben sich auch mit Vertretern der im Parlament vertretenen Albanerparteien getroffen. Sie verlangen für sich Straffreiheit und staatliche Begünstigungen für Angehörige der vor drei Jahren offiziell aufgelösten extremistischen Guerillagruppe "UCK" ("Albanische Befreiungsarmee"). Sie verlangen auch den Abzug der Sondereinheiten der Polizei, die sich auf einigen Zufahrtswegen zum Dorf befinden. Im Sommer 2001 kam es zu heftigen Kämpfen zwischen albanische Extremisten und mazedonischen Sicherheitskräften. Eine Ausweitung des Konflikts wurde erst nach internationalen Vermittlungen verhindert. (APA/dpa)

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