Powell verhalten zu deutschem UNO-Wunsch

10. Dezember 2004, 16:38
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Washington muss noch "Konsequenzen einer Reform analysieren"

Brüssel - Der scheidende US-Außenminister Colin Powell hat sich verhalten zum Wunsch Deutschlands nach einem ständigen Sitz im UNO-Sicherheitsrat geäußert. Die Regierung in Washington sei noch immer dabei, "die Konsequenzen (einer Reform) zu analysieren", sagte Powell am Mittwoch in Brüssel. Eine Erweiterung des Sicherheitsrats müsse in der UNO-Vollversammlung weiter diskutiert werden, "bevor wir unsere Position einnehmen". Deutschland habe für einen ständigen Sitz sicher gute Argumente wie etwa sein wirtschaftliches Gewicht.

Andere Länder hätten aber genauso gute Gründe für einen solchen Sitz, sagte Powell, der vor dem transatlantischen Zentrum des German Marshall Funds eine Rede hielt. Deutschland will sich im Rahmen der geplanten Reform des Sicherheitsrats zusammen mit Japan, Indien und Brasilien um eine ständige Mitgliedschaft bewerben. Powell traf am Mittwoch zu einem zweitägigen Besuch in Brüssel ein. Am Abend wollte er an einem Treffen der NATO-Außenminister mit ihren Kollegen aus mehreren Nahost-Ländern teilnehmen. Für Donnerstag ist ein reguläres Treffen der NATO-Außenminister geplant. (APA/AP)

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    Der scheidende US-Außenminister Colin Powell.

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