Kärnten: Bankomat gesprengt

10. Dezember 2004, 11:28
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79.900 Euro Beute - In Geldschrank wurde Gas eingeleitet und elektrisch gezündet - Von Tätern fehlt jede Spur

Klagenfurt - Unbekannte Täter haben in der Nacht auf Mittwoch bei einem spektakulären Einbruch in eine Bank in Spittal/Drau 79.900 Euro erbeutet. Die Täter waren kurz vor 3.45 Uhr bei der Filiale der Kärntner Sparkasse in der Villacher Straße vorgefahren. Sie sprengten den im Foyer stehenden Geldausgabeautomaten und entwendeten vier Geldkassetten.

Danach fuhren die Täter mit dem Auto der Marke Audi A4 Avant, der mit dem in Klagenfurt gestohlenen Kennzeichen "K-1538 K" ausgerüstet war, in Richtung Villach davon. Zu Mittag fehlte jede Spur von den Tätern.

Drei Täter

Am Überfall waren zumindest drei Personen beteiligt. Zwei vermummte Täter zeigen die Bilder der Videoüberwachung. Die Beamten des Entschärfungsdienstes des Innenministeriums haben festgestellt, dass die Sprengung mit Hilfe von Gas erfolgte, welches elektrisch gezündet wurde. Daher dürften die Geldkassetten unbeschädigt geblieben sein. Der Versuch, auch den zweiten Bankomaten im Foyer zu sprengen, scheiterte jedoch.

Durch den Knall waren zwei Arbeiter einer gegenüber liegenden Fabrik aufmerksam gemacht worden. Sie sahen, wie drei Männer zu dem vor der Bank wartenden Pkw liefen. Dann fuhr das Fahrzeug ohne Licht mit hoher Geschwindigkeit davon. Weil später in Klagenfurt ein zweites Kennzeichen (K-233 BH) als gestohlen gemeldet wurde, ist nicht auszuschließen, dass die Täter inzwischen die Tafeln gewechselt haben.

Die Kriminalisten der Gendarmerie gehen davon aus, dass der spektakuläre Einbruch das Werk einer organisierten Bande ist. Sie dürfte von Oberitalien aus agieren. (APA)

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    foto: derstandard.at/lichtl
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