Jede zehnte E-Mail in Österreich ist verseucht

30. Dezember 2004, 13:57
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Attacken aus dem Web werden immer konzentrierter

Mit einem Virus in 5,4 E-Mails liegt Deutschland weit über dem weltweiten Durchschnitt, während das Spam-Aufkommen von 51,9 Prozent vergleichsweise hoffnungsfroh stimmt. In Österreich war im vergangenen Jahr etwa jede zehnte E-Mail verseucht, in der Schweiz nur etwa jede zwölfte. Der Spam-Anteil lag dort zwischen 42,7 und 44,5 Prozent. Dies geht aus dem jährlichen Intelligence E-Mail-Security-Report des britischen Security-Spezialisten MessageLabs hervor.

Spam- und Virenangriffe

Seit Ende 2003 hat der Virenspezialist einen Anstieg der weltweiten Spam- und Virenangriffe registriert. 2004 betrug die Viren-Infektionsrate 1 zu 16, im Vergleich zu den Zahlen von 2003, als diese Rate noch bei 1 zu 33 lag. Die größte Verbreitungsrate wurde im Januar von W32/MyDoom.A verursacht. Des Weiteren lag der als Spam identifizierte Prozentsatz an E-Mails bei 73 Prozent, gegenüber 40 Prozent im Jahr 2003. Abgesehen von dem Anstieg bei Phishing-, Viren- und Spam-E-Mails bemerkte MessageLabs vor allem einen Anstieg konzentrierter Attacken. Dabei reichte das Spektrum von Denial of Service (DoS)-Attacken über Erpressung von Online-Game-Sites bis hin zu Bedrohungen. Bestimmte Indizien deuten darauf hin, dass 2004 Trojaner und andere bösartige Codes entwickelt wurden, die ganz eindeutig auf bestimmte Unternehmen abzielen.

Gesetze

Nach Einschätzung von MessageLabs müssen sich Unternehmen in den kommenden Monaten hauptsächlich mit auf sie ausgeübten Druck hinsichtlich "Compliance", also der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, auseinandersetzen. So existieren in einer Reihe von Ländern bereits Gesetze in den Bereichen Finanzberichterstattung und Datenoffenlegung, die den Unternehmen bestimmte Richtlinien hinsichtlich der Überwachung, Sicherung und Speicherung aller Geschäftstransaktionen vorschreiben, einschließlich E-Mail und Instant-Messaging. (pte)

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