Grüne verteidigen Nein des Umweltsenats

16. Dezember 2004, 15:01
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Vizeparteichefin Eva Glawischnig: Verantwortliche sind "voll sehenden Auges in die Misere hineingerannt"

Wien - Die stellvertretende Grünen-Chefin Eva Glawischnig verteidigt die Entscheidung des Bundes-Umweltsenats, die Genehmigung für das "Spielberg-Projekt" von Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz zurückzuziehen: "Der Umweltsenat hat gar nicht anders können als das aufzuheben", meinte die Umweltsprecherin in der "Zeit im Bild 2" Dienstagabend. Der steirischen Landesregierung attestierte Glawischnig "beispiellose Schlamperei", seien doch sogar eigene Gutachten ignoriert worden. Und sich einfach über die Gesetze hinwegsetzen, das gehe nicht.

Für Glawischnig gilt es nun sich zusammenzusetzen und nach einer Verständigung zu suchen. Bisher seien die Verantwortlichen voll sehenden Auges in die Misere hineingerannt. Unbestritten sei aber, dass die Region Investitionen brauche. Sie hätte sich zwar anderes als das Motorsport-Projekt vorstellen können, wenn so ein großes Angebot aber da sei, müsse man es auch diskutieren.

Die steirische Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (V) stellte indes ein weiteres Mal klar, dass sie trotz der Absage von Red Bull an keine Alternativen denke: "Ich glaube an Red Bull." (APA)

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