"Yeah!" - Usher als Favorit bei Grammy-Nominierungen

9. Dezember 2004, 11:55
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Auch Kanye West und Alicia Keys hoffen auf Preise - Ray Charles posthum geehrt - Verleihung am 13. Februar in Los Angeles

Los Angeles - Die Grammys werden einmal mehr von HipHop und Rhythm & Blues dominiert. Mit insgesamt zehn Nominierungen geht der HipHop-Musiker und Produzent Kanye West in das Rennen um die begehrtesten Musikpreise der Welt, gefolgt von den beiden R&B-Stars Alicia Keys und Usher mit jeweils acht Anwartschaften. Sieben Mal wurde am Dienstag von der US-Musikakademie der im Juni gestorbene Soul-Superstar Ray Charles posthum mit Grammy-Nominierungen geehrt. Die Preise für musikalische Bestleistungen des Jahres 2004 werden am 13. Februar in Los Angeles vergeben.

Der 26-jährige West erhielt die Spitzenzahl aller Nominierungen - darunter in der prominentesten Grammy-Kategorie "Album des Jahres" - vor allem für seine Erfolgs-CD "The College Dropout". Er sei überglücklich, sagte der Rapper, der kurz vor der Produktion seines Hitalbums bei einem schweren Verkehrsunfall fast ums Leben gekommen wäre.

Die Musik für sein Album habe er mit den Grammys vor Augen eingespielt, bekannte West. Seine Songs unterscheiden sich von vielen anderen HipHop-Titeln auch durch den Verzicht auf allzu deutliche Anspielungen auf Sex und Kriminalität. Der Rapper aus Chicago war kürzlich bei der Vergabe der American Music Awards übergangen worden, die als die zweitwichtigsten US-Musikpreise gelten.

Keys und Usher erhielten ihre jeweils acht Grammy-Anwartschaften mit ihren Hit-Alben "The Diary of Alica Keys" und "Confessions". Die Nominierungen für Ray Charles gab es für das Album "Genius Loves Company", das der Schöpfer der Soul-Musik wenige Monate vor seinem Tod gemeinsam mit einer Reihe amerikanischer Stars, unter ihnen Norah Jones, eingespielt hatte. Die Platte wurde die am besten verkaufte seiner gesamten Karriere.

Die Band Green Days geht mit sechs Nominierungen für ihr Rock-Punk-Album "American Idiot" ins Grammy-Rennen. Mit ihren stark politisch gefärbten Songs nehmen die drei Punker das konservative Bush-Amerika kräftig auf die Schippe. In der ebenfalls prominenten Grammy-Kategorie Beste Single des Jahres treten auch The Black Eyed Peas mit "Let's Get It Started" sowie Los Lonely Boys mit "Heaven" an.

Grammy-Anwärter mit jeweils fünf Anwartschaften sind die Jazz-Pianistin- und Sängerin Norah Jones, die Country-Veteranin Loretta Lynn, der Funk-Rocker Prince und der Toningenieur Al Schmitt. Hoffnungen auf Grammy-Ehren können sich neben vielen anderen auch John Mayers, Sheryl Crow, Paul McCartney und Eric Clapton als Duo, Metallica und Nickelback machen. In das Rennen um den Grammy für das beste Rockalbum des Jahres gehen neben Green Day mit "American Idiot" auch Elvis Costello mit "The Delivery Man", The Killers mit "Hot Fuss", Velvet Revolver mit "Contraband" und Hobastank mit "The Reason". (APA/dpa)

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    Wird schon vor den Nominierungen als einer der Favoriten bei den Grammys gehandelt: US-Sänger Usher

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