Heute: Real-Out vor leeren Rängen?

8. Dezember 2004, 22:34
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Robert Carlos: "Wir sind noch immer die Besten der Welt" - Auch Liverpool unter Zugzwang

Wien - Den "Galaktischen" aus Madrid droht im Geisterspiel von Rom eine gigantische Pleite. Vor leeren Rängen könnte der spanische Fußball-Rekordmeister Real am Mittwoch in der Champions-League-Gruppe B den Aufstieg ins Achtelfinale verpassen. "Wir spielen in Rom um unser Leben", sagte Reals Innenverteidiger Walter Samuel, der im vergangenen Jahr noch beim Gegner AS Roma unter Vertrag gestanden war.

Mit allen Superstars sollen die "Königlichen" den Absturz verhindern. Bei einem Sieg wäre das Zittern überstanden. Auch ein Unentschieden würde Madrid in die K.o.-Runde bringen, falls Bayer Leverkusen daheim gegen Dynamo Kiew verliert. Goalgetter Ronaldo steht dabei vor dem Gastspiel in der "verfluchten" Arena besonders unter Druck. Am 12. April 2000 war er im Römer Olympiastadion im Spiel seines damaligen Klubs Inter Mailand gegen Lazio Rom eingewechselt worden, nachdem er wegen einer Knie-Operation lange pausiert hatte. Kaum auf dem Feld, demolierte er sich das Knie erneut - es folgten 512 Tage Leidenszeit.

"Wir spielen mit dem besten Team und wollen gewinnen", sagte Roma-Trainer Luigi del Neri und wischte alle Spekulationen beiseite, die Gastgeber könnten das Geisterspiel nicht ernst nehmen. Roberto Carlos ist das Gerede völlig egal. Der Brasilianer hegt trotz des 0:0 in der Generalprobe am Sonntag gegen Villarreal keine Zweifel: "Wir sind noch immer die beste Mannschaft der Welt."

Während es für Roma nur noch um einen ehrenvollen Saison-Abgang aus den internationalen Wettbewerben geht, kämpfen Liverpool und Olympiakos Piräus darum, wer in die K.o.-Runde einziehen darf. Die Engländer, die drei Punkte hinter den Griechen liegen, müssen in Gruppe vor eigenem Publikum die 0:1-Hinspiel-Niederlage wettmachen.

Alles klar ist dagegen in Gruppe C, wo Juventus Turin (15 Punkte) und Bayern München (9) nicht mehr zu stoppen sind, sowie in Gruppe D. Hier geht es allerdings noch darum, wer nach dem letzten Vorrundenspieltag die Nummer eins ist: Spitzenreiter Manchester United (ohne den verletzten van Nistelrooy), der vor der Partie bei Christoph Daums Fenerbahce Istanbul elf Zähler auf dem Konto hat, oder Verfolger Olympique Lyon (10), der Sparta Prag empfängt.(APA/dpa)

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