AK sieht in Weihnachtsaktion der Mobilkom einen "rechten Schmäh"

17. Dezember 2004, 10:14
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Mobilkom weist Vorwürfe zurück - Laut AK Vorarlberg sind mit "Weihnachtsgeschenk" auch Bedingungen verbunden

Eine Weihnachtsaktion der Mobilkom Austria verstößt nach Auffassung der Vorarlberger Arbeiterkammer (AK) mehrfach gegen gesetzliche Bestimmungen. Konkret nennt die AK das Angebot der Mobilkom an die "Vertragspartner", zum Weihnachtsfest 75 Euro Gutschrift zu bekommen oder ohne Aufpreis sechs Monate um nur einen Cent pro Minute im A1-Netz zu telefonieren. Für die AK handelt es sich dabei um einen "rechten Schmäh" und auch um einen Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb, teilte die Kammer am Dienstag mit. Die Mobilkom bestreitet die Vorwürfe.

Verzicht

Wer bereits vor einem Jahr an der Weihnachtsaktion teilgenommen und sich 100 Euro, verteilt auf 24 Monate, habe gut schreiben lassen, müsse beim Mitmachen bei der heurigen Weihnachtsaktion auf das noch bestehende Guthaben von 50 Euro verzichten, schreibt die AK. Außerdem werden laut AK "Strafzahlungen" fällig, wenn der Vertrag vor Ablauf von 18 Monaten gekündigt wird. Dies stehe in den "in fast unlesbarer Schriftgröße verfassten Vertragsbedingungen". Bei der 75-Euro-Gutschrift könne sich der Konsument wenigstens 25 Euro ersparen, wenn er die 18-monatige Vertragsbindung einhalte. Die "1 Cent"-Aktion biete hingegen bereits dann keine Vorteile mehr, wenn man auf die 50 Euro aus dem Vorjahr verzichten müsse, so die AK.

Irreführend

In den Augen der AK ist das Versprechen der Mobilkom, dass man ein Geschenk erhalte, irreführend. Die Schriftgröße der vertraglichen Bestimmungen sei so klein, "dass sie für viele Konsumenten gar nicht lesbar sind und daher nicht Vertragsbestandteil werden können". Zudem verstößt die Vorgangsweise nach Meinung der AK auch gegen das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. "Entsprechende rechtliche Schritte werden derzeit geprüft", heißt es von Seiten der AK.

Die Mindestersparnis für den Kunden betrage 25 Euro

Die Mobilkom hingegen betonte heute auf APA-Anfrage, dass der Kunde auf kein Guthaben verzichten müsse, die Mindestersparnis für den Kunden betrage 25 Euro. Dass bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung Restzahlungen anfallen, sei üblich und auch bei anderen Angeboten und Mitbewerbern Usus, so der größte heimische Mobilfunkanbieter. Vehement zurück gewiesen wird der Vorwurf, Vertragsbedinungen in "in fast unlesbarer Schriftgröße" zu veröffentlichen. (APA)

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