Für Altenmarkt/Zauchensee gerüstet

10. Dezember 2004, 15:17
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ÖSV-Damen-Chef Mandl fiel "Riesenstein vom Herzen" - Dorfmeister im SuperG im "Roten Trikot" - SuperG und Slalom am Programm

Lake Louise/Alberta - Nach den ersten fünf Saisonrennen standen Österreichs Damen im alpinen Ski-Weltcup noch ohne Podestplatz da, doch in den abschließenden Speed-Bewerben in Lake Louise haben sich die ÖSV-Ladies rehabilitiert. Einem zweiten Abfahrts-Rang am Samstag durch Renate Götschl folgte am Sonntag im Super G ein Doppel-Erfolg durch Michaela Dorfmeister und Götschl, die damit im Weltcup wieder voll im Rennen sind und im Hinblick auf die Heimrennen am kommenden Wochenende in Altenmarkt/Zauchensee wichtiges Selbstvertrauen getankt haben.

"Dieser Sieg im Super G bedeutet eine enorme Motivation für Zauchensee", konstatierte Herbert Mandl, dem mit den jüngsten Erfolgen ein "Riesenstein vom Herzen gefallen" ist. Der ÖSV-Damenchef hatte allerdings nie an den Fähigkeiten seiner Läuferinnen gezweifelt. "Ich habe immer gewusst, dass sie gut sind. In den technischen Bewerben haben sie teilweise einen Blödsinn gemacht, doch vom Training her weiß ich, dass wir auch da vorne dabei sind. Und in den Speed-Bewerben hat man ja in den vergangenen Tagen gesehen, dass wir die stärkste Mannschaft haben, nur hat uns da teilweise die Witterung einen Strich durch die Rechnung gemacht", resümierte der Coach nach den Überseerennen.

"Über 30 Rennen habe ich fahren müssen und über 31 Jahre alt werden, um in Lake Louise endlich einmal zu gewinnen", konstatierte Dorfmeister nach dem 17. Weltcupsieg ihrer Karriere, mit dem sie sich in der Gesamtwertung hinter Tanja Poutiainen (FIN), Titelverteidigerin Anja Pärson (SWE), Janica Kostelic (CRO) und Götschl an die fünfte Stelle katapultierte.

Die Niederösterreicherin, die zuvor in Lake Louise über drei zweite Plätze nie hinausgekommen war, freute sich nun auf den Super G in Zauchensee, wo sie nach dem Sieg im ersten Saisonrennen in dieser Disziplin am Samstag mit dem "Roten Trikot" an den Start geht. "Mit dem neuen Ski ist bei mir wieder alles im Einklang. Das gibt natürlich viel Selbstvertrauen", sagte die von Blizzard auf Atomic umgestiegene Super G-Weltmeisterin von St. Moritz, die auf dem Kälberloch beim Weltcup-Finale 2002 sowohl die Abfahrt als auch den Super G gewonnen hat.

Für Götschl kamen die zwei Podestplätze sogar etwas überraschend. "Das war eine meiner besten Wochen in Lake Louise, denn sonst bin ich ja meist in Übersee langsam in die Saison gestartet. So gut wie diesmal ging es schon lange nicht", sagte die zufriedene Steirerin, doe mit Zuversicht den nächsten Einsätzen entgegenblickte: "Das sind Anzeichen, dass es noch besser gehen wird."

Auch Gitti Obermoser, die nach einer Trainingsbestzeit in der zweiten Abfahrt Vierte wurde und am Sonntag im Super G mit Rang acht erneut unter die Top Ten fuhr, ist nach diesem "traumhaften Ergebnis" wieder mit neuem Elan bei der Sache und freut sich ebenfalls bereits auf das Heimrennen in Zauchensee, wo sie oft zwischendurch trainiert und viele Bekannte und Fans erwartet. Auch Katja Wirth hat mit ihrem siebenten Rang am Sonntag gezeigt, dass sie zur Spitze aufgeschlossen hat. "Das war ein weiterer Schritt dorthin, wo ich hin will", sagte die Vorarlbergerin.(APA)

Das Weltcup-Programm dieser Woche (Rennen live in ORF1):

Samstag:

  • Super G (12:00)

    Sonntag:

  • Slalom Damen (09:30/12:00)
    • Ein erleichterter Mandl.

      Ein erleichterter Mandl.

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